Star-Gitarrist Al Di Meola verzaubert auf Wilhelmstein

Von: eli
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Drei Meister ihres Fachs: Al Di Meola (Mitte) mit seinem Begleitern Peo Alfonsi (links) und Peter Kazas auf Burg Wilhelmstein. Foto: E. Bresser

Würselen. Da kommt dieser Mann auf die Bühne, löst direkt Begeisterungsstürme aus und sagt, er könne sich an diesen Applaus erinnern. Vor zwei Jahren, bei seinem ersten Besuch auf Burg Wilhelmstein in Würselen-Bardenberg, da sei das auch so gewesen. Eine gute Erinnerung, und darum sei er gerne wiedergekommen, sagt Al Di Meola und greift zur Gitarre.

Die ersten Töne, und schon ist es still auf der Burg. Das leise Rauschen des Windes untermalt die bisweilen rasanten Fingerläufe, die mal romantisch-gelassen, mal leidenschaftlich und technisch perkussiv sind. Peo Alfonsi (zweite Gitarre) und Peter Kazas (Drums, Percussion) steigen ein, und es ergibt sich eine Melange der Musikstile.

In einem Interview mit unserer Zeitung sagte Al Di Meola einmal: „Im Grunde ist meine Musik kein richtiger Jazz, sondern nur eine bestimmte Richtung, die aus Komponenten verschiedener Genres besteht.“ Und so verwebt er mit Alfonsi und Kazas Flamenco, Tango, Rock, lateinamerikanische Folklore und eben Jazz kunstvoll miteinander.

1954 in New Jersey geboren, begann Al Di Meolas Musikerlaufbahn schon als Jugendlicher, als er nach dem Schulabschluss das renommierte Berklee College of Music in Boston besuchte. Gefördert von dem Pianisten Chick Corea, gewann Di Meola 1975 mit dessen Band Return to Forever den Grammy. Dann feierte er große Erfolge mit seinem Soloalbum „Elegant Gypsy“ und vor allem mit dem Live-Album „Friday Night in San Francisco“, letzteres gemeinsam mit John McLaughlin und Paco de Lucia aufgenommen.

Nun tourt er mit einem Programm unter dem Titel „Elysium & More“. Darin treffen Glanznummern seines Lebenswerks und Stücke jener Musiker, die seine Arrangements beeinflusst haben – wie Lennon, McCartney und Piazolla –, auf neue Kompositionen. Eines davon: „Stephanie’s Theme“, gewidmet der Frau an seiner Seite – romantisch, leidenschaftlich, aber auch besonnen, gelassen.

Al Di Meola selbst übersetzt „Elysium“ übrigens mit „vollkommenes Glück“ und gibt damit, auch musikalisch, Einblick in sein Inneres. Damit beschert er den Konzertbesuchern gemeinsam mit seinen kongenialen Begleitern ein paar Momente vollkommenen (Musik-)Glücks.

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