Städteregion Aachen startet neues Kulturprojekt: „Nach Stockhausen“

Von: eho
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Sie stellt am 19. September ihr Album „Maelstrom“ als Deutschlandpremiere in Aachen vor: Ulrike Haage. Foto: Thomas Nitz
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Seine Klangwelten werden in Aachen ab September aufgegriffen: Karlheinz Stockhausen (1928-2007). Foto: Stock/McPhoto/Luhr

Aachen. Ein ambitioniertes Kulturprojekt startet die Städteregion Aachen im September: „Nach Stockhausen“. Im Mittelpunkt stehen dabei die Musik, die Philosophie, die Arbeitsweise des Komponisten Karlheinz Stockhausen (1928-2007) und sein Einfluss auf nachfolgende Künstlergenerationen

Drei Konzerte finden statt in Aachen und Würselen sowie Workshops für Schüler aus Stolberg. Beteiligt sind namhafte Musiker wie Ulrike Haage (ehemals Rainbirds), Jens Thomas und Irmin Schmidt (Can), regionale Künstler sowie die Gesellschaft für Zeitgenössische Musik Aachen (GZM). Organisiert wird das Projekt vom Amt für Kultur der Städteregion Aachen unter der Leitung von Nina Mika-Helfmeier. Ihr gelang es, eine Deutschlandpremiere nach Aachen zu bringen.

Konzert mit Band

Die Jazz-Pianistin, Klangkünstlerin und Hörspielautorin Ulrike Haage bestreitet am 19. September, 19 Uhr, das Auftaktkonzert der Reihe in der Aachener Citykirche St. Nikolaus. Sie wird hier mit ihrer Band erstmals ihr neues, viertes Album „Maelstrom“ vorstellen.

Schon früh ist die Künstlerin mit Stockhausens Musik in Berührung gekommen und von ihr beeinflusst worden. Immer wieder gibt es Berührungspunkte, als experimentelle Komponistin und Regisseurin im Rundfunk hat sie sich auch mit den Produktionen Stockhausens im Kölner Studio für elektronische Musik auseinandergesetzt. Sie versucht stets, mit ganz einfachen Mitteln Klanggebilde von besonderer, auch ungewohnter Qualität herzustellen.

Das Stück „Hymnen“ von Stockhausen kommt am 18. Oktober, 19 Uhr, in Zusammenarbeit mit der Stockhausen-Stiftung für Musik im Aachener Musikbunker zur Aufführung. Regionale Musiker sollen dann auch eine Raum-Klang-In-stallation von Warner Poland realisieren. Der US-Amerikaner und Wahl-Berliner ist Multiinstrumentalist und Filmkomponist („Das große Comeback“, „Im Schwitzkasten“, „Polly Blue Eyes“), er arbeitete unter anderem mit Paul van Dyk, Bela B. und Nina Hagen.

Performance im Alten Rathaus

Der Pianist und Stimmperformer Jens Thomas führt schließlich als dritte Veranstaltung der Reihe am 6. November, 19 Uhr, eine Konzertperformance im Alten Rathaus in Würselen auf. Dabei „nähert er sich den unterschiedlichen Klangwelten von Stockhausen improvisatorisch“, wie Nina Mika-Helfmeier den Kern der Performance umschreibt. Thomas, 1970 in Braunschweig geboren, studierte Jazz-Klavier an der Musikhochschule Hamburg. Zusammen mit dem Schauspieler Matthias Brandt geht er in Deutschland mit den Programmen „Psycho“ – zuletzt auch im Alsdorfer Energeticon – und „Angst“ auf Tournee.

Bei seinen musikalischen Aufführungen lässt sich Jens Thomas inspirieren von der Atmosphäre und den Stimmungen im Raum ebenso wie im Publikum und kommt auf diese Weise Stockhausens Komposition „Stimmungen“ auf kongeniale Weise näher.

Ein Schüler Stockhausens ist schließlich am 29. November, 19 Uhr, im Spiegelfoyer des Theaters Aachen zu erleben: Irmin Schmidt, später Kapellmeister in Aachen und Mitgründer der Band Can. Bei Video- und Musikeinspielungen wird er im Gespräch mit Francis Gay und dem Komponisten Gregor Schwellenbach Einblicke in die Arbeit Stockhausens geben. Francis Gay ist Leiter der Musikredaktion von Funkhaus Europa auf WDR5. Gregor Schwellenbach arbeitet gerade an einer sinfonischen Suite über Themen der legendären Band Can.

Geplant sind ferner Workshops mit Schülern aus Stolberg unter der Leitung des Musikers Anthony Reiss.

Der Kartenverkauf für die Konzerte von Ulrike Haage und Jens Thomas sowie für „Hymnen“ im Musikbunker hat soeben begonnen. Für den Talk- und Musikabend mit Irmin Schmidt beginnt der Vorverkauf am 1. September. Tickets gibt es beim Kundenservice des Medienhauses Zeitungsverlag Aachen. Alle Tickets kosten nur 3,50 Euro!

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