Düren - Spielfreude und Virtuosität bei den Dürener Jazztagen

Spielfreude und Virtuosität bei den Dürener Jazztagen

Von: cl/sj
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Eingespieltes Team: Mark King
Eingespieltes Team: Mark King und Mike Lindup von Level 42 bei den Dürener Jazztagen. Foto: Johnen

Düren. Nach so vielen Jahren Bühnenehe reichen ein kurzer Blick, ein zufriedenes Lächeln auf der einen, ein Kopfnicken auf der anderen Seite. Was sich Mark King und Mike Lindup auf diese Weise mitgeteilt haben, war offensichtlich: „Ein fantastisches Publikum, ein wunderbarer Abend.”

Die beiden Urgesteine der britischen Funklegende Level 42 fühlten sich wohl auf der Open-Air-Bühne vor dem Dürener Rathaus. Und so lieferten sie bei den Jazztagen vor rund 5000 Musikfans einen frischen Auftritt, ohne dabei auch nur einen Moment die Live-Perfektion zu verlieren, für die Level 42 seit mehr als 30 Jahren bekannt ist.

„Lessons in Love”, „Running in the Familiy”, „Something about You”: Das sind die Hits, mit denen sich Level 42 in den 80er Jahren in den Pop-Olymp katapultierte. Wie immer, wenn Level 42 auf der Bühne steht, kommt ein Teil des Publikums, um genau diese Chartstürmer zu hören. Viele andere kommen aber, weil Mark King & Co. herausragende Instrumentalisten sind. Unverwechselbar in ihrem Stil, perfekt im Zusammenspiel. Und so wurde an diesem Abend in Düren jeder der 14 Songs, die Level 42 samt Zugaben servierte, vom Publikum gefeiert.

Und das stand wieder mal vor der Frage, wie es King gelingen kann, zu seinem wahnsinnig schnellen Bassspiel so souverän zu singen. Doch der Frontmann ließ auch seinen Mitspielern genügend Raum, um Eindruck zu schinden. Lindup glänzte mit einer Reihe von gefühlvollen Soli am Rhodes-Piano. Und die neueren Bandmitglieder Nathan King (Gitarre), Sean Freeman (Saxofon) und Pete Ray Biggin (Schlagzeug) brachten sich voller Spielfreude ein. Dass die Sonne zu einem Kurzbesuch vorbeischaute, passte zu einem rundum gelungen Abend.

Dieses Glück hatte Ola Onabule tags darauf nicht, als sich die Wolken über der Stadt zusammenzogen. Sanft und sehnsüchtig, eindringlich und herzerweichend - die Songs des Soul-Sängers aus Nigeria mit Wohnsitz in Großbritannien rissen die Zuhörer anderthalb Stunden lang mit und entließen sie zufrieden in die kurze Nacht, schließlich stand für viele Festivalbesucher noch die Kneipentour auf dem Programm.

„Die Resonanz war großartig”, blickt Rolf Delhougne, der Vorsitzende des Dürener Jazzclubs, auf das Wochenende zurück, das Sonntagabend mit dem Auftritt des Jazzpianisten Monty Alexander in der Christuskirche fulminant ausklang.
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