Solo zwischen Bach und Bagdad

Von: Bernd Büttgens
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Der Aachener Akkordeon-Virtuose Manfred Leuchter gibt am 3. Dezember ein Solokonzert - „zwischen Bach und Foto: Bernd Büttgens

Aachen. Solo, alleine auf der Bühne - das flößt auch dem Virtuosen Respekt ein. „Da steht dann keiner mehr neben dir, den du böse anschauen kannst, wenn etwas daneben geht”, sagt Manfred Leuchter und lacht.

Sein Solokonzert in der Aachener Theresienkirche am 3. Dezember steht rot unterstrichen im Terminkalender, auf diesen Abend freut er sich, auf die intime Atmosphäre in der kleinen Kirche im Herzen der Heimatstadt, „ja, das kribbelt richtig”.

Viele Tourneen und Projekte haben Leuchter und sein Akkordeon um die Welt gebracht, so viele Konzerterlebnisse mit seinem Quintett, so viele Begegnungen mit Kollegen, irgendwo zwischen Orient und Okzident. Und jetzt: alleine in der Theresienkirche.

Was dann doch als Konstante bleibt, ist die Stückauswahl, mit der Manfred Leuchter seine Gäste erfreuen möchte. „Zwischen Bach und Bagdad” heißt das Programm, da gibt es kammermusikalische Miniaturen, ungestüme Jagden, tanzhafte Tändeleien und sinistre Meditationen. Typisch Leuchter, könnte man sagen. Er wird auch in diesem Konzert zeigen, wozu ein Akkordeon in der Lage ist, wenn es meisterhaft gespielt wird.

„Ein wunderschöner Abend”

„Ich habe in der Stiftskirche in Kaiserslautern das Soloprogramm erstmalig gespielt, und es wurde ein wunderschöner Abend”, erzählt Leuchter, der noch vor wenigen Wochen in Syrien war, um einmal mehr musikalische Impulse zu sammeln.

Und so können sich seine Zuhörer auf virtuose Klänge freuen, auf gewagte Improvisationen, auf sauber eingestreute Zitate, auf eine beeindruckende Fingerakrobatik - und auf Bach: „Die Werke dieses ganz großen Zaubermeisters sind die Herausforderung schlechthin. Goldberg Nr. 1, das ist schon genial, davor kann man schon gewaltig Respekt haben.”

Der Aachener Musiker wird auf seinem Akkordeon wieder kunstvoll die unterschiedlichsten Musikkulturen verbinden, spielerisch. Wenn er darüber erzählt, klingt Vorfreude durch. „Ich habe immer ein ganzes Orchester dabei”, sagt Leuchter mit Blick auf sein Instrument. Da passt die Solo-Idee. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, der Ticketverkauf läuft.
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