Aachen - Sinfonieorchester Aachen spielt wieder Bruckner ein

Sinfonieorchester Aachen spielt wieder Bruckner ein

Von: Jan Mönch
Letzte Aktualisierung:
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Letzte technische Vorbereitungen für die Aufnahme des Bruckner-Konzerts des Sinfonieorchesters Aachen am Pfingstmontag in St. Nikolaus: Tonmeister Olaf Mielke ist gerüstet. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Als Olaf Mielke durchblicken ließ, dass er eine Aufnahme von Anton Bruckners Achter Sinfonie auf den Markt bringen wird, hielt sich die Begeisterung in Grenzen. „Schon wieder Bruckner”: Das waren die Worte, die Mielke damals regelmäßig zu hören bekam.

Olaf Mielke ist Diplomtonmeister und Inhaber des Labels Coviello Classics. Und aller Unkenrufe zum Trotz wurde die Zusammenarbeit mit dem Sinfonieorchester Aachen zum vollen Erfolg. Daher ist kein Geheimtipp im Anmarsch, wenn Olaf Mielke am Montag in der Citykirche St. Nikolaus seine Aufnahmetechnik auffährt.

Dann nämlich wird das Orchester um Dirigent Marcus R. Bosch mit Bruckners Sechster Sinfonie in A-Dur ein weiteres Werk des Österreichers intonieren.

„Wuchtig und dramatisch, aber auf den ersten Blick wohl seltener gespielt”, schätzt Mielkes Label-Kollege Thomas Jakobi, zuständig für die Bookletgestaltung, das zwischen 1879 und 1881 komponierte Werk ein. Unter Klassikfreunden jedenfalls hat sich die von unserer Zeitung unterstützte, bislang sechsteilige Reihe etabliert.

Zwar wird auch Silberling sieben angesichts des eher überschaubaren Marktes in eher niedriger Stückzahl gepresst werden. Die internationale Resonanz auf die bisherigen Veröffentlichungen aber spricht für sich.

„Besonders die Kritiken aus England waren auf Anhieb hervorragend”, erinnert sich Olaf Mielke. Und mittlerweile werde gar im fernen Japan eine gespannte Fangemeinde bedient.

Ist es eine Herausforderung, in einem so weitläufigen Kirchenschiff wie dem von St. Nikolaus aufzunehmen? „Das Aachener Sinfonieorchester ist mit großer Blechbesetzung aufgestellt. Der Hallradius ist also extrem.”

Und ließe sich in einem vergleichsweise kleinen und flachen Saal kaum zufriedenstellend festhalten. „Da würde dann der Schall gegen die Rückwand knallen.”

Soll heißen: Die Verhältnisse in dem Sakralbau kommen dem Klangtüftler bei seiner Arbeit sogar entgegen. Anbrennen lassen wird er dennoch nichts.

Wenn Marcus R. Bosch am Montag dem Taktstock zückt, dann hat Olaf Mielke die vorangegangene Generalprobe bereits im Kasten. „Es braucht nur jemand einen Hustenanfall zu bekommen oder ein Kind zu schreien. Das kann man dann mit dem Probematerial ausbügeln.”

Das Konzert beginnt am Pfingstmontag um 11 Uhr in St. Nikolaus in der Großkölnstraße. Karten kosten im VVK 9,90 Euro, 22 Euro oder 27,50 Euro und sind erhältlich im Ticketshop dieser Zeitung (Mayersche Buchhandlung, Buchkremerstraße). Die CD erscheint am 1. November.
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