Schweighöfer und Fitz zu Gast: Das große Gekreische bleibt aus

Von: Leandra Kubiak
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Im Cineplex in Aachen wurden gestern fleißig Fotos geschossen: Matthias Schweighöfer (l.) und Florian David Fitz stellten ihren Film „Der geilste Tag“ vor. Fans konnten ein Selfie ergattern. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Es war voll und es war laut, als Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz am Mittwochabend ihren neuen Film im Cineplex in Aachen vorstellten. Fast 900 Fans hatten sich am Nachmittag im Kino-Foyer eingefunden, um sich Autogramme der beiden Schauspieler zu holen und sich den Film „Der geilste Tag“ anzusehen, der seit vergangener Woche in den Kinos läuft.

Und obwohl die beiden Filmemacher zu den begehrtesten deutschen Schauspielern zählen, blieb das große Gekreische aus. Die Kinobesucher waren erstaunlich geduldig und warteten brav, bis sie an der Reihe waren. Und auch Schweighöfer und Fitz zeigten sich wenig beeindruckt von dem Rummel. Der eine oder andere Satz wurde mit den – überwiegend weiblichen – Fans ausgetauscht, ansonsten wirkte alles recht routiniert und die Schauspieler waren eher reserviert. Kein Wunder: Im Rahmen ihrer Kinotour haben Fitz und Schweighöfer seit dem 24. Februar bereits 13 Städte besucht.

Im Selfie-Schießen sind die beiden geübt. Und wenn Matthias Schweighöfer dann doch mal genervt auf einem der Fotos aussieht, liege das daran, dass er ständig unterschiedliche Handys bedienen müsse und einige auch noch einen „Countdown“ bis zum Auslösen hätten, sagt der 34-Jährige.

Die Handlung des Films ist recht schnell erzählt: Es geht um zwei todkranke junge Männer, die sich in einem Hospitz kennenlernen und beschließen, gemeinsam ihr letztes großes Abenteuer zu erleben. Andi (Matthias Schweighöfer) hat eine Lungenkrankheit, Benno (Florian David Fitz) einen Gehirntumor. Zusammen machen sich die beiden auf den Weg nach Südafrika. Fitz hat das Drehbuch geschrieben und Regie geführt, hatte also während des Drehs alle Hände voll zu tun. Schweighöfer hat den Film produziert. Ganz neu ist die Idee – wenn man ehrlich ist – nicht. Schon 1997 begaben sich auch Til Schweiger und Jan Josef Liefers in „Knocking on Heaven‘s Door“ auf einen ähnlichen Trip.

Die Figur des Benno basiere auf einer Person, die Fitz einmal kennengelernt hat, sagt er. Es habe von Anfang an eine Tendenz gegeben, wer welche Rolle spielt – ausgeschlossen sei es aber nicht gewesen, die Rollen andersherum zu besetzen. „Dann wäre es eben ein völlig anderer Film geworden“, so der 41-Jährige. Einen tieferen Grund hat es nicht, dass er sich in dem Film mit dem Thema Tod auseinandersetzt. Seine Botschaft ist aber klar: dem Thema mit viel Humor begegnen und die Zuschauer dazu bewegen, weniger steif mit dem Thema umzugehen.

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