Schrittmacherfestival 2014: Selbst Karibik nimmt teil

Von: Eckhard Hoog
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Aachen. Die Marke gewinnt so rasant an Renommee, dass bereits Werbeartikel mit dem markanten Schriftzug aufgelegt werden: Schrittmacher, das 1993 vom damaligen Veranstaltungsmanager des Aachener Ludwig Forums, Rick Takvorian, aus der Taufe gehobene Tanzfestival.

Zumal mit dem Theater Heerlen und seinem Direktor Bas Schoonderwoerd bereits im fünften Jahr ein engagierter Partner mit im Boot sitzt. Bei der 19. Ausgabe des Schrittmacher-Festivals, das vom 6. März bis zum 8. April 2014 stattfindet, nehmen erstmals auch drei Compagnien aus Afrika teil.

Veranstaltungsort in Aachen ist zum vierten Mal die ehemalige Stahlfabrik Strang mit ihrer allseits geschätzten ganz besonderen Atmosphäre; in Heerlen ist es das Theater. Erwartet wird, dass – wie im letzten Jahr auch – sämtliche Abende ausverkauft sind und damit gut 10 000 Tanzfans erreicht werden. Wer dazugehören will, muss sich sputen – im letzten Jahr waren die Tickets im Nu ausverkauft. Der Vorverkauf beginnt heute.

„Es gibt viele Neuentdeckungen“ verspricht Rick Takvorian, „eine gute Mischung aus regionalen und internationalen Produktionen.“ Und die soll ein „Fenster nach außen“ öffnen, wie er sagt, sprich: ein Fenster zu möglichst verschiedenen Tanzsprachen dieser Welt. „Wobei wir nicht gefällig werden wollen.“

Die Compagnien kommen aus Tschechien, Südafrike, Kongo, Tunesien, Belgien, Italien, Deutschland, Kuba, Ungarn, den Niederlanden und England. Elf Truppen stellen ihre Produktionen vor. Eröffnet wird das Festival am 7. März mit einem dreiteiligen Programm der Prager Compagnie 420people in Aachen. Den Auftakt in Heerlen besorgt am 11. März Ultima Vez/Wim Vandekeybus aus Belgien. Bis zum Festivalabschluss am 8. April in Heerlen, das vom Arnheimer Tanzensemble Introdans gestaltet wird, gehen insgesamt rund 40 Veranstaltungen über die Stahlfabrik- und Theater-Bühne.

Introdans, das sich darauf spezialisiert hat, historische Choreographien dem heutigen Publikum zugänglich zu machen, setzt zum Finale einen starken Akzent: Aufgeführt wird unter anderem das Stück „Der Grüne Tisch“ von Kurt Jooss (1901-1979), dem Mitbegründer der Folkwangschule und Gründer des Folkwang Tanzstudios. Mit dem expressionistischen Antikriegs-Ballett „Der Grüne Tisch“ wurde Jooss weltberühmt.

Erstmals tritt eine Compagnie nacheinander in Aachen und Heerlen auf und entwirft für beide Spielstätten zwei unterschiedliche Programme: die Richard Alston Dance Company aus England.

Einer der Höhepunkte des Festivals dürfte der Abend mit Danza Contemporánea de Cuba in Heerlen am 25. März darstellen. Kubas führende, international heiß begehrte Compagnie ist das erste Mal überhaupt in den Niederlanden zu erleben, in drei Stücken vermittelt die Truppe einen Einblick in die kubanische und karibische Kultur.

Wieder gibt es ein Filmprogramm, diesmal mit drei Filmen im Aachener Eden-Palast und drei Beiträgen in Heerlen und Kerkrade. Vier Workshops in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Aachen gehören zum Rahmenprogramm, sie richten sich an Tänzer, Tanzerfahrene und erstmals auch an Kinder ab vier Jahren. Die kleinen Eleven können beim „Project Sally“ am 15. März im Theater Heerlen spielerisch am eigenen Leib erfahren, wie schön es sein kann, das Beinchen zu schwingen (Anmeldung unter Telefon 0031/45/5716607).

Das Shuttlebus-Angebot fand im letzten Jahr einen derart großen Zuspruch, dass es dieses Mal erweitert wird auf fünf Touren von Aachen nach Heerlen und drei in umgekehrter Richtung.

Alle weiteren Details sind im Internet abrufbar. Karten gibt es ab sofort in allen Servicestellen Ihrer Tageszeitung.

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