Schrittmacher-Festival: Es rockt und fetzt in der Fabrik

Von: Eckhard Hoog
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Die Atmosphäre ist einzigarti
Die Atmosphäre ist einzigartig beim Schrittmacher-Festival in der Fabrik Stahlbau Strang: Ein Team bilden (v. li.) Georg Schlag von der Bühnentechnik-Firma Artec, Schrittmacher-Chef Rick Takvorian, seine Assistentin Stefanie Gerhards und Fabrik-Eigentümer Georg Born. Foto: Harald Krömer

Aachen. Schleunigst sputen muss sich, wer noch eine der begehrten Karten zum 17. Aachener Schrittmacher-Festival ergattern will: Die Tickets gibt es diesmal ausschließlich im Vorverkauf, und 5000 von insgesamt 6000 für die 16 Veranstaltungen in Aachen sind schon weg.

Eröffnet wird das Internationale Tanzfestival am kommenden Samstag (20 Uhr) mit dem Nederlands Dans Theater beim niederländischen Veranstaltungspartner, dem Theater Heerlen. In Aachen geht es los am Donnerstag, 1. März, 20.30 Uhr, in der Fabrik Stahlbau Strang an der Philipsstraße mit der kanadischen Compagnie Marie Chouinar.

„So gut lief es noch nie”, freut sich Schrittmacher-Chef Rick Takvorian, zugleich Veranstaltungsmanager der Stadt Aachen, über den großen Zuspruch. Und besonders über die Tatsache, dass der überkommene Industriebau mit seinem herbem Charme offensichtlich haargenau den Nerv des Tanzpublikums zu treffen scheint: Zeitgenössische Bewegungssprache, rockig-fetzige Klänge und klassische Moderne im Rahmen von Kranschienen, rohen Backsteinmauern und jeder Menge Stahlträgern - das kommt bestens an. „Großstädtisch” fanden das die Besucher nach dem Umzug aus dem Ludwig Forum beim ersten Mal im vergangenen Jahr, erzählt Takvorian, der mit seiner Assistentin Stefanie Gerhards und der Firma Artec Bühnentechnik 400 nummerierte Plätze pro Tanzabend anbieten kann.

Die Atmosphäre kommt gut an

Eine Woche dauert der Tribünen- und Bühnenaufbau des Teams um Artec-Chef Georg Schlag. Für das Veranstaltungstechnik-Unternehmen Artec ist die ehemalige Fabrik seit kurzem zum geräumigen neuen Domizil geworden, gemietet vom Eigentümer Georg Born.

Die gelegentliche „Umnutzung” des Gebäudes zu kulturellen Zwecken wie dem Schrittmacher-Festival soll künftig noch ausgebaut werden - konkrete Pläne zeichnen sich allerdings bis jetzt noch nicht ab.

Nicht nur das Publikum, auch die Künstler lieben die ganz besondere Fabrik-Atmosphäre - und, nicht zu vergessen, die optimalen technischen Möglichkeiten: Het Nationale Ballet aus Amsterdam, das sonst die feinsten Opernhäuser gewohnt ist, hatte von sich aus angefragt, ob es bei Stahlbau Strang auftreten darf. Es darf: am 14. März, 20.30 Uhr, mit einem „Hans van Manen Special”. Der Choreograph wirkte von 1973 bis 1985 für Het Nationale Ballet.

Leider ist der Abend bereits ausverkauft. Karten gibt es aber noch für die Aachener Tanzveranstaltungen am 18. März (Do-Theatre Company & Guests), 23./24./25. März (Richard Alston Dance Company), sowie am 30./31. März/1. April (Wayne McGregor / Random Dance).

In Heerlen trifft sich die internationale Tanzszene insgesamt sechs Mal, Karten unter Telefon 0031/45/75716607.

Schrittmacher hat sich zum Begegnungs-Festival par exzellence entwickelt: Das Publikum strömt besonders aus Maastricht, Hasselt und Lüttich an die Philipsstraße. Die Begeisterung für modernen Tanz schlägt sich dabei unmittelbar auf der Bühne nieder: „Die Tänzer lassen sich buchstäblich davon anstecken”, sagt Takvorian.

Wer kein Ticket mehr bekommen sollte, dem winkt wenigstens noch das begleitende Filmprogramm im Aachener Eden-Palast, das am Dienstag, 28. Februar, mit Carlos Sauras „Iberia” beginnt. Am 13. März folgt Wim Wenders „Pina”, am 27. März Guy Maddins „Dracula: Pages from a Virgins Diary”. Beginn: jeweils um 20 Uhr.
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