Premiere des Kinderstücks „An der Arche um Acht“ im Das Da Theater

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Drei Pinguine in lustiger Aktion: „An der Arche um Acht“ heißt das neue Kinderstück des Aachener Das Da Theaters – mit (von links) Jan Westphal, Malte Sachtleben und Marc-Andree Bartelt. Foto: Achim Bieler

Aachen. Sie streiten sich ständig, sie stinken nach Fisch, aber sie lassen sich nicht hängen. Die drei Pinguine aus „An der Arche um Acht“ sind richtig gute Freunde.

Und nur weil Noah nur zwei von ihnen auf die Arche eingeladen hat, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht auch zu dritt die große Sintflut überstehen können. „Uns kann man nicht so schnell entdreien“, singen sie also in dem neuen Kinderstück nach der Geschichte von Ulrich Hub im Aachener Das Da Theater, das am Samstag Premiere feierte.

Ganz ungewohnt fürs Das Da Theater haben Marc-Andree Bartelt (erster Pinguin), Jan Westphal (zweiter Pinguin), Malte Sachtleben (dritter Pinguin) und Lisa-Marie Seidel (Taube) nur eine Rolle zu bestreiten. Nicht, dass deswegen weniger Tempo auf der Bühne herrschen würde. Das liegt auch daran, dass Bühnenbildner Frank Rommerskirchen die Bühne auf Eisschollen- beziehungsweise auf Vorderdeckgröße zusammenschrumpfen lässt.

Dekoriert mit weißen, blauen und braunen Regenschirmen, die mal Schnee, Wasser, Reling oder Schiffsboden sind. Wenig Platz für drei Pinguine, die sich ständig vor der Taube verstecken müssen, damit nicht herauskommt, dass ein blinder Passagier mit an Bord gekommen ist. An die Rasanz von „Emil und die Detektive“ aus dem vergangenen Jahr kommt das neue Kinderstück nicht heran. Dennoch machen diese drei Pinguine, die ihren Freund sogar gegen den Willen Gottes nicht im Stich lassen, mächtig Spaß.

In Badekappe und Schwimmbrille (Kostüme: Nadine Dupont und Frank Rommerskirchen) lassen Westphal, Sachtleben und vor allem Bartelt ohne erkennbare Anstrengung und parodistische Übertreibung, und doch mit typischem Watschelgang und Halsrecken prächtige Pinguine entstehen. Seidel – mit Lederkappe und Fliegerbrille – gibt der Taube mehr amüsierende Verwirrtheit als skeptische Strenge.

Die Regie von Achim Bieler sowie auch die Songs von Christoph Eisenburger setzen mehr auf Witz als auf Spannung, die durchaus auch in der Vorlage steckt. Die Kinder im Grundschulalter lassen sich davon voll gefangen nehmen, ältere sind da ein bisschen kritischer. Dennoch tosender Applaus.

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