NRW will Kunstvereine weiter fördern

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Düsseldorf. Das Land Nordrhein-Westfalen will die unter Finanznot und Mitgliederschwund leidenden Kunstvereine weiter fördern. „Wir werden die Förderung von Kunstvereinen auch in Zukunft fortsetzen”, sagte NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse- Brockhoff.

Die Kunstvereine wollen mit neuen Ideen zur Kunstvermittlung verstärkt junge Menschen gewinnen. Grosse-Brockhoff zog eine positive Bilanz des dafür ins Leben gerufenen Modellprojekts „Collaboration” des Landes und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV).

Die Landesregierung hatte das auf zwei Jahre angelegte Projekt, an dem sieben Kunstvereine in NRW beteiligt sind, mit 185 000 Euro unterstützt. „Die Kunstvereine stehen finanziell unter besonderem Druck”, sagte Grosse-Brockhoff. Angesichts der schwierigen Lage wolle das Land im kommenden Jahr „etwas mehr für Projekte” tun, während die Ergebnisse des Kunstvermittlungsversuchs zunächst ausgewertet werden sollten. An „Collaboration” sind unter anderem Kunstvereine von Bonn, Bielefeld, Düsseldorf, Köln und Münster beteiligt.

Mit den Vermittlungsprojekten sollen vor allem Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene und Menschen aus bildungsfernen Schichten angesprochen werden. Ziel ist es, Kunstwerke kennenzulernen, Künstler und ihre Absichten zu verstehen. Dabei sollten neue und nicht hierarchische Formen der Zusammenarbeit von Künstlern, Publikum, Kuratoren und Vermittlern getestet werden.

Hauptaufgabe der traditionsreichen Kunstvereine sei es, junge und aktuelle Kunst zu fördern, sagte der ADKV-Vorstandschef Johann Holten. Die Direktorin des Kölnischen Kunstvereins, Anja Nathan- Dorn, sagte, die Kunstvereine müssten sich öffnen und eine neue Generation einbinden. In den vergangenen Jahren habe es eine „Tendenz gegeben, Kunst als etwas sehr Elitäres wahrzunehmen”. Umso wichtiger sei es jetzt, den Kontakt mit dem Publikum zu suchen.
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