NRW-Theaterkritiker preisen Kölns Schauspiel

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Düsseldorf. Das Schauspiel Köln ist für die Theaterkritik ganz klar das beste Theater der Saison in Nordrhein-Westfalen.

Vor allem Kölns Intendantin Karin Beier hat das Haus mit ihrer Regiearbeit auf das Siegertreppchen für die vergangene Spielzeit gebracht, urteilten acht namhafte Theaterkritiker in der NRW-Ausgabe der „Welt am Sonntag” einstimmig.

Ihre Bühnenregie von „Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen” nach dem Film Ettore Scolas war für die Experten zudem die beste Inszenierung eines Nachkriegsstückes.

Bei den älteren Werken muss sich die Kölnerin die Kritikergunst allerdings bei je drei Nennungen mit Andrea Breth teilen. Beier punktet hier mit ihrem „König Lear” in Köln und Breth mit ihrer Inszenierung von Kleists „Zerbrochenem Krug” für die Ruhrtriennale.

Ebenfalls nach Köln reichten die Kritiker den Lorbeer für die beste Schauspielerin der Saison, zu der sie Barbara Nüsse für ihre „Lear”-Darstellung kürten. Viel Expertenlob fiel hier aber auch auf Mechthild Großmann vom Schauspiel Bochum. Der beste Schauspieler der vergangenen Saison kommt mit Markus John ebenfalls aus Köln.

Für die anderen Theater in NRW sei die Umfrage unter den acht namhaften Kritikern „ernüchternd”, schreibt die „Welt am Sonntag”. Nur „hier und da” gehe die ein oder andere Stimme nach Mülheim, Essen, Düsseldorf oder Dortmund.

Als Kommentar zur aktuellen Kulturpolitik kam unter anderem die Antwort „Rettet die Städte, damit die Städte ihre Theater retten können.”
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