Köln/Düsseldorf - Neuer Name: Filmstiftung NRW soll schlagkräftiger werden

Neuer Name: Filmstiftung NRW soll schlagkräftiger werden

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Die Filmstiftung NRW als größte deutsche regionale Filmförderungsanstalt soll schlagkräftiger werden. Die Stiftung werde sich für neue Medien öffnen und Marketingaufgaben für den Medienstandort NRW übernehmen, sagte die seit 100 Tagen amtierende Geschäftsführerin Petra Müller. Foto: dpa

Köln/Düsseldorf. Die Filmstiftung NRW soll im Standortwettbewerb mit Berlin schlagkräftiger werden. Die größte deutsche regionale Filmförderanstalt werde sich öffnen für neue Medien und Marketingaufgaben für den Medienstandort NRW übernehmen, sagte die seit 100 Tagen amtierende Geschäftsführerin Petra Müller.

Die Förderung von Kino- und Fernsehfilmen bleibe zwar Kerngeschäft. Es wäre aber „fahrlässig”, den Bereich der kreativen Entwickler etwa im Games-Bereich zu vernachlässigen. Die Stiftung werde kommendes Jahr voraussichtlich in „Film- und Medienstiftung NRW” umbenannt.

Die Filmstiftung NRW förderte in diesem Jahr 122 Produktionen mit rund 33 Millionen Euro. Die Produzenten müssen jeden Förder-Euro um 1,50 Euro aufstocken. 2010 hätten sie insgesamt fast 70 Millionen Euro beigetragen. Die Gesamtherstellungskosten der von der Stiftung geförderten Filme lagen bei 300 Millionen Euro. Insgesamt wurde im ablaufenden Jahr an 1026 Drehtagen zwischen Rhein und Weser gefilmt. Weltstars wie Helen Mirren, Keira Knightley und Juliette Binoche standen in NRW vor der Kamera.

Im Wettbewerb mit Berlin will NRW „sichtbarer” werden. Denkbar sei, ausgewählte Filmpremieren künftig in der Bundeshauptstadt anstatt in NRW zu präsentieren.

Die Stiftung soll mit Rückendeckung der rot-grünen Landesregierung nach Worten Müllers in den nächsten zwei Jahren mit 5 bis 7 Millionen Euro zusätzlich für die Finanzierung von unternehmensbezogenen Infrastrukturprojekten ausgestattet werden. Die Kinoförderung solle künftig aus Infrastrukturmitteln des Landes finanziert werden, so dass 500.000 Euro für andere Aufgaben frei würden. Mit der landeseigenen NRW.Bank, die Mittel für Filmprojekte sehr streng prüft, will Müller Anfang des Jahres über „sinnvolle Finanzierungsansätze” sprechen.

Ein Kinoereignis dürfte 2011 die von der Filmstiftung geförderte Hommage an die gestorbene Choreographin Pina Bausch von Wim Wenders werden. Der Dokumentarfilm „Pina”, der am 24. Februar in den Kinos startet, ist in 3D gedreht worden. Prämiert mit einem Goldenen Bären in Berlin wurde der aus der Stiftungskasse geförderte Film „Bal” von Semih Kaplanoglu. Im Rennen um die Oscars ist Deutschland mit „Die Fremde” mit Sibel Kekilli in der Hauptrolle vertreten. Zu den geförderten TV-Highlights gehörte 2010 „Neue Vahr Süd” nach dem Roman von Sven Regener, den 4,4 Millionen Zuschauer sahen.
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