Neue Netzwerke nutzen, Kooperationen fortführen

Von: hjd
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Maastricht
Aus der gescheiterten Bewerbung um die Kulturhauptstadt 2018 soll etwas Neues entstehen. Foto: dpa

Maastricht/Aachen. Auch wenn die Bewerbung von Maastricht und den Partnern aus der Euregio um den Titel Europäische Kulturhauptstadt 2018 gescheitert ist – die Arbeit, die in das Verfahren investiert worden ist, soll nicht sinnlos verpuffen. Auch dafür allerdings müssen Strukturen erarbeitet werden – der viel zitierte „Plan B“.

Die Voraussetzungen wurden jetzt vom Aufsichtsrat der die Bewerbung tragenden Stiftung VIA 2018 geschaffen, wie dessen Vorsitzender Jürgen Linden gestern gegenüber unserer Zeitung erklärte. Tenor: „Wir wollen die Zusammenarbeit in euregionaler Form unbedingt fortsetzen.“ Dafür soll bis zur nächsten Sitzung des Gremiums Mitte Dezember ein Konzept erarbeitet werden. Federführend sind dabei neben Linden der Bürgermeister von Maastricht, Onno Hoes, und Theo Bovens, Gouverneur der niederländischen Provinz Limburg.

Da sich die Stiftung selbst Ende des Jahres auflösen wird (und der Vorstandschef Huub Smeets dann wohl auch ausscheidet), muss eine Nachfolge-Trägerschaft etabliert werden, die sich unter dem Dach der Euregio Maas-Rhein ansiedeln soll. Denn die neue Organisationsstruktur soll nicht im Vagen und Unverbindlichen bleiben; die Zuständigkeiten sollen präzise definiert werden. Ob dann hauptamtliche Mitarbeiter das Projekt vorantreiben können, hängt entscheidend von den finanziellen Möglichkeiten ab. Die VIA-2018-Mitarbeiter hatten projektbezogene Verträge, die aufgelöst werden. Der Vertrag des künstlerischen Leiters Guido Wevers läuft noch bis Ende März 2014. Linden sieht Möglichkeiten, finanzielle Mittel aus dem Interreg-Programm der EU, aber auch aus anderen nationalen oder europäischen Fördertöpfen abzuschöpfen. Wie viel Geld bislang in das Bewerbungsverfahren geflossen ist, konnte der ehemalige Aachener Oberbürgermeister nicht konkret beziffern.

Ziel müsse es sein, die im Zuge des Bewerbungsverfahrens abgesprochenen Kooperationen etwa zwischen Museen, Theatern und freien Künstlern fortzuführen und Schwerpunkte aus dem Programm doch noch umzusetzen – in welcher Größe und Form auch immer. Dabei könnten die neu entstandenen Netzwerke helfen. Kulturtourismus, Kreativindustrie und ein euregionaler Terminkalender seien weitere Themen. Ganz wichtig sei es, die Festivals mit Amateurkünstlern zu institutionalisieren.

Der Aufsichtsrat wird den Partnern der Bewerbung entsprechende Vorschläge machen.

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