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Neue Hoffnung keimt in der Kulturstadt Maastricht

Von: js
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Aachen/Maastricht. Der Kultur in Maastricht droht ein Kahlschlag. Die neue niederländische Regierung will das staatliche Kulturbudget für das ganze Land um rund 200 Millionen Euro kürzen.

„Es gibt ein paar Strohhalme, an denen wir uns festklammern können”, sagt Jacques Costongs, Beigeordneter für Kultur in Maas-tricht. So könne das Limburgische Sinfonieorchester hoffen, doch nicht mit dem Brabanter Orchester fusionieren zu müssen, sondern eigenständig zu bleiben. Allerdings sei die Finanzierung noch ein großes Problem. Mit diesen „Ungereimtheiten” in Zijlstras sehr ab-strakten Plänen müsse sich nun das Parlament auseinandersetzen. Die erste Debatte in der Zweiten Kammer steht am 27. Juni an. Nach Protesten in Maastricht wollen viele Kulturmacher dann in Den Haag demonstrieren.

Die christdemokratische Regierungspartei CDA hat sich aber bereits jetzt für den Erhalt des Limburgischen Sinfonieorchesters ausgesprochen. Auch in anderen Streitfragen sieht Costongs „Bewegung” im Parlament.

Fraglich ist die Zukunft der Opera Zuid, da Zijlstra statt derzeit drei Operngesellschaften nur noch zwei erhalten will. „Sehr bedroht” ist laut Costongs weiterhin die Lage der Maastrichter Schauspielwerkstatt Het Huis van Bourgondie und der Jan-van-Eyck-Akademie für bildende Kunst. Das Bonnefanten-Museum dagegen wäre von den Kürzungen nicht direkt betroffen. „Die Museen im Süden des Landes bekommen schon jetzt gar keine staatlichen Zuschüsse”, sagt Costongs.

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