Natalia Sokolowskaya siegt beim Klavierwettbewerb

Von: Thomas Beaujean
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Aachen. Seinen krönenden Höhepunkt erlebte der Klavierwettbewerb „11. International Piano Competition Mozarté“ mit einem Abschlusskonzert im Ballsaal des Alten Kurhauses in Aachen.

Von den insgesamt 54 Teilnehmern des Professional-Wettbewerbs hatten sich schließlich drei für die letzte Runde qualifiziert, in der jeder zusammen mit den Mozarté Festival Strings unter der Leitung von Herbert Görtz je ein Klavierkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart spielen musste.

Mit Konstantin Alexeev, Natalia Sokolowskaya und Marie Kiyone hatten zwei Russen und eine Chinesin nach zwei Ausscheidungsrunden den Weg in dieses Finale gefunden. Mozarts Klavierkonzert A-Dur KV 414 hatten sich die beiden Russen ausgesucht, während sich die Chinesin das Konzert Es-Dur KV 449 ausgesucht hatte.

Konstantin Alexeev ließ bei seiner Wiedergabe des A-Dur-Konzertes gleich zu Beginn keine Zweifel am hohen Niveau dieses Wettbewerbs aufkommen. Vor allem die tief empfundene, reife Darstellung des Andantes nahm die Hörer im voll besetzten Ballsaal gefangen, während in den schnellen Ecksätzen des Werkes manche Passage allzu hastig und verwaschen geriet.

Marie Kiyone spielte das Es-Dur-Konzert technisch sauber, ohne Makel, in der musikalischen Darstellung etwas zurückhaltend.

Natalia Sokolowskaya nahm bei ihrer Wiedergabe des As-Dur-Konzertes gleich durch die wunderbare Kantabilität ihres Tones für sich ein, dessen intensiv leuchtender Diskant dem Werk ein unverwechselbares Profil verlieh. Eine ungeheuer reife Leistung der jungen Pianistin, die wie ihre beiden Konkurrenten 26 Lenze zählt.

Alle drei Teilnehmer wurden mustergültig von den Festival Strings unter der kundigen Leitung von Herbert Görtz begleitet, so dass es bei den jeweiligen Auftritten nicht die geringsten Probleme im Zusammenspiel mit den Kandidaten gab.

Nach dem letzten Musikbeitrag dauerte es allerdings noch mehr als eine Stunde, ehe das Ergebnis bekannt gegeben wurde. So musste sich das gespannte Publikum – ob es wollte oder nicht – in Geduld üben, bis sich die Jury sich endlich gründlich beraten hatte, sämtlichen Sponsoren, Gönnern und Helfern, die sich für den Wettbewerb eingesetzt haben mit freundlichen Worten gedankt war und die neun Juroren sogar noch einzeln vorgestellt waren.

Sogar der Publikumspreis

Zur Siegerin des Wettbewerbs wurde schließlich Natalia Sokolowskaya gekürt, während Konstantin Alexeev auf dem zweiten und Marie Kiyone auf dem dritten Platz landete.

Wie sehr man damit die Einschätzung des Auditoriums getroffen hatte, zeigte sich daran, dass Natalia Sokolowskaya auch den Publikumspreis erhielt, für den es eine gesonderte Abstimmung unter den Zuschauern gegeben hatte.

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