Museum Ludwig: Phil Collins bittet in den Wohnwagen

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Der Künstler Phil Collins neben Werken seiner Ausstellung. Foto: Oliver Berg/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Köln. „Kommen Sie doch rein“, sagt der englische Künstler Phil Collins und bittet in einen Wohnwagen, der sich im Kölner Museum Ludwig auf einer Platte um sich selbst dreht. Drinnen steht ein Bildschirm, zu sehen ist eine Shopping-Show, in der keine Dinge zu kaufen sind, sondern tolle Erlebnisse.

Während der Besucher in der spießigen Miniaturwelt des Wohnwagens hockt, kann er seine Träume stellvertretend über das Fernsehen ausleben. Die Collins-Ausstellung ist bis zum 21. Juli zu sehen. Reizvoll ist ein Projekt, für das er in einer Überlebensstation für Obdachlose ganz in der Nähe des Museums eine Telefonzelle installierte. Dort konnten Obdachlose kostenlos Ferngespräche führen, die mit ihrem Einverständnis aufgezeichnet und anonym verwendet wurden. Collins ließ die Telefonate von Musikern vertonen. Die entstandenen Songs präsentiert er in Hörkabinen mit Blick auf den Hauptbahnhof, wo sich die Überlebensstation befindet.

Parallel zur Collins-Schau läuft bis 21. Juli eine Ausstellung der amerikanischen Performance-Künstlerin Andrea Fraser. Sie erhält am Samstag in Köln den mit 100.000 Euro dotierten Wolfgang-Hahn-Preis. Frasers Thema ist der Kunstbetrieb selbst. So spielt sie in einem Video einen Auftritt des bekannten deutschen Künstlers Martin Kippenberger nach. Auch den typischen Kuratoren-Sprech hat sie aufgespießt. Nicht ohne unfreiwilligen Witz war allerdings, dass bei der Präsentation ihrer eigenen Ausstellung gerade davon ziemlich viel zu hören war.

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