„Materie Malerei“ im Dürener Leopold-Hoesch-Museum

Von: sj
Letzte Aktualisierung:
11869263.jpg
„Materie Malerei“: Hans-Jörg Mayer (links) und Paul Czerlitzki gehören zu den Künstlern, deren Werke die Dürener Museumsdirektorin Renate Goldmann und ihr Team ausgesucht haben. Foto: Stephan Johnen

Düren. „Es gibt kein Bier auf Hawaii. Drum bleib‘ ich hier“, kann der geneigte Besucher auf einem Werk des Künstlers Hans-Jörg Mayer lesen. Es ist ein Bierzelt, nun, die Miniaturausgabe eines Bierzeltes. Und ja: Es handelt sich um bildende Kunst, nicht um Lyrik.

„Materie Malerei“ ist die Frühjahrsausstellung im Dürener Leopold-Hoesch-Museum überschrieben, die am Sonntag um 12 Uhr eröffnet wird und bis 29. Mai zu sehen ist. Aber wie passt die hawaiianische Prohibition ins Bild? Museumsdirektorin Renate Goldmann möchte zeigen, was Malerei heute ausmacht, was dazugehört – wie Grenzen auch schon einmal verschwimmen.

So wie beim Bierzeltchen des in Berlin lebenden Künstlers Mayer, der von sich selbst behauptet, mit Vorliebe „das zu tun, was man nicht tun darf“ – um dies mit persönlichen Erfahrungen zu vermischen. Der Vertreter der Post-Warhol-Ära ist nicht der einzige Künstler, der zur neuen Ausstellung beiträgt.

Die Sammlung der Moderne des Hoesch-Museums wird erstmals in einen Dialog mit Werken des Künstlers Heinrich Wolff aus Inden (1898-1976) gesetzt, der als Vertreter des rheinischen Expressionismus und der Moderne gilt. Neue Wege der Abstraktion beschritt der im Jahr 2013 gestorbene Günther Förg. Die in Düren gezeigten Bilder kommen aus der Hamburger Sammlung von Nicolaus Dahlmann, der eine enge Bindung zum Museum hat.

Die Frage, wie viel Bildhauerei in Malerei stecken kann, beantworten Michail Pirgelis und David Ostrowski mit ihren (raumergreifenden) Installationen, die unter anderem aus Teilen ausgedienter und ausgeschlachteter Flugzeuge collagiert wurden. Für seine erste Ausstellung in einem Museum Paul Czerlitzki, Jahrgang 1986, eine elf mal fünf Meter große Wand zur Leinwand. Zur Technik sei verraten: Er trug die Farbe „durch“ eine Leinwand auf. Es lohnt sich, genau hinzusehen.

Das Museum am Hoeschplatz in Düren ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, donnerstags bis 19 Uhr.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert