Maastricht - „Made in Europe” in Maastricht: Mehr als 50 Filme

„Made in Europe” in Maastricht: Mehr als 50 Filme

Von: Günter H. Jekubzik
Letzte Aktualisierung:
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Momentaufnahmen des aktuellen Europas: Die werden beim Filmfestival „Made in Europe” in Maastricht zu sehen sein, so wie der belgisch-deutsch-ungarische Film „Lost Persons Area”.

Maastricht. „Made in Europe Film Festival” heißt es vom 24. bis 28. März 2010 wieder in Maastricht, wenn das größte und wichtigste Filmfestival der Region im Filmtheater Lumière ein Fest des Kinos sein wird.

Mit mehr als 50 Filmen ist das Programm umfangreicher als je zuvor. Viele der Premieren, die nur während des Festivals zu sehen sein werden, laufen in Englisch oder haben englische Untertitel. Ein spezieller Bereich im Programmheft und auf der Website macht den internationalen Charakter der Veranstaltung deutlich. Aber auch euregional trumpft „Made in Europe” groß auf: Neben Maastricht sind auch Heerlen, Roermond, Sittard und Venlo mit dabei. Nur Aachen macht nicht richtig mit.

Maastricht hat eine mehr als zehnjährige Tradition mit seinem Filmfestival, das seit ein paar Jahren im eigenen Kino des Veranstalters Filmtheater Lumière stattfindet. Ein Haus mit sechs Sälen, Café und Foyer, das durchgehende Festival-Atmosphäre von den frühen Vorstellungen bis zu den späten Filmpartys garantiert. Thematisch zeigt „Made in Europe” eine Momentaufnahme des aktuellen Europas mit Filmen aus allen Ecken des Kontinents, meist von jungen, talentierten Filmemachern mit einer eigenen Handschrift.

Aachen macht nicht mit

Viele Beiträge kommen aus Rumänien, ein Land, das auch auf den großen Festivals von Venedig und Berlin sehr präsent war. „Bienvenue Chez Les B´Lges” nennt sich ein Programmpunkt, der die nähere Umgebung zeigt und auch die eigenen Talente aus Limburg erhalten bei dem Maastrichter Festival ein Forum.

Während Maastricht seit Wochen mit neon-grünen Aufklebern in Pudelform gepflastert ist, macht Aachen erst einmal nicht mit im euregionalen Festivalreigen. Statt der acht Tage Festival, die es hier 2009 mit Premieren, Gästen und Diskussionsveranstaltungen gab, laufen in diesem Jahr vom 16. bis 18. April 2010 im nicht unbedingt kinotauglichen Space im Ludwig-Forum einige osteuropäische Filme im Rahmenprogramm des Internationalen Karlspreises.

Der verantwortliche Kulturbetrieb der Stadt Aachen ließ 15.000 Euro Förderung ungenutzt liegen, die von der Euregio für das Festival Maastricht-Aachen jeweils für 2010 und 2011 vorgesehen waren. Während Maastricht seinem Ruf als Stadt der Kinokultur gerecht wird, macht Aachen einen großen Schritt in Richtung Provinzialität. Ein Grund mehr in den nächsten Tagen in Maastricht guten Film zu tanken.
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