„Made in Europe”: Das Event wird zur Filmreihe

Von: Günter H. Jekubzik
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Maastricht. Ein jährlicher kultureller Höhepunkt der Region verändert radikal seine Struktur: „Made in Europe Film Festival” in Maas-tricht wird schon 2012 nicht mehr als Filmfestival an vier Tagen im Filmhaus Lumière stattfinden.

Stattdessen wird unter dem Titel „Made in Europe” eine monatliche Reihe von Gastauftritten stattfinden. Der Anfang wird bereits am Mittwoch, 29. Februar, mit der feierlichen Vor-Premiere des Niederländischen Films „170Hz” in Anwesenheit des Regisseurs Joost van Ginkel gemacht.

Zu den Hintergründen befragt, sagte David Deprez, Leiter des Festivals und des Kinos Lumière, Maastricht wolle sich nicht mehr an dem überdrehten Reigen von zu vielen Filmfestivals beteiligen, die sich gegenseitig Filme und prominente Gäste raubten. Deshalb ersetze eine monatliche Reihe das jährliche Event.

Deprez erklärte, dass sich generell der Fokus von „Made in Europe” mehr auf Aspekte der Filmproduktion richten wird: Zum einen will sich Süd-Limburg auch im angestrebten Projekt Maastrichts als Kulturelle Hauptstadt Europas 2018 als Filmregion präsentieren. Wobei nicht nur schöne Landschaften und bäuerliche Szenerien wie für den Oscar-Gewinner „Antonias Hochzeit” gefragt sind, sondern aktive Beiträge im Filmgeschäft durch ansässige Fachleute. Mit diesem Ziel entstand auch die Produktionsplattform „Cinesud” (www.cinesud.nl).

Gleichzeitig will das Lumière auf ein Angebot der Stadt Maas-tricht eingehen, mit dem Kino umzuziehen. Ein ehemaliges Indus-triegebiet bietet noch bessere Möglichkeiten und soll auch Basis für regionale Filmproduktionen werden. „Made in Europe” nähert sich damit dem Konzept der Master-class an, in der erfolgreiche Künstler ihre Arbeiten vorstellen.

Maastricht als Vordenker?

Das Maastrichter Festival funktionierte jahrelang als Satellit des großen Internationalen Filmfestivals von Rotterdam. Im Jahr 2005 machte sich Maastricht unabhängig und feierte den Film mit bereits 3000 Zuschauern. 2007 konnte Maastricht die Städte Aachen und Tongeren mit kleinen, eigenen Beiträgen ihrerseits zur Partnerschaft bewegen, bevor 2008 das Festival unter dem neuen Titel „Made in Europe Film Festival” mit einem europäischen Schwerpunkt zu einem euregionalen Event wurde. Jetzt überrascht Maastricht erneut mit dieser Initiative und erweist sich vielleicht wieder als Vordenker.
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