Ludwig Forum zeigt Beispiele aus der niederländischen Designerszene

Von: Eckhard Hoog
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Sie präsentieren junges Design aus den Niederlanden: (von links) Andreas Beitin, Direktor des Aachener Ludwig Forums, Patricia Graf und Fabian Seibert von der Designmetropole Aachen. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Mückenstich am Hals? Richtig rot und kräftig juckend? Das muss beileibe kein Makel sein – im Gegenteil! Ginge es nach dem Willen und der Einfallskraft junger Designer aus den Niederlanden, könnte man solch unschöne Flecken durchaus mit anderen Augen betrachten.

Anke Huyben zum Beispiel, 1986 geboren in Amsterdam und Absolventin der Academy of Fine Arts in Maastricht mit Schwerpunkt Schmuckdesign, löst bei ihren Kunden mit allerlei Mittelchen gezielt allergische Reaktionen aus – den daraus entstehenden roten Ring um den Hals hält sie für Schmuck, ganz ohne Schmuckstück.

Das mag zwar Geschmacksache sein, beweist allerdings, wie experimentierfreudig die Desi-gnerszene in den Niederlanden ist. Besichtigen kann man das ab Donnerstag im Aachener Ludwig Forum, wenn dort um 19 Uhr ein „Update“ der Ausstellung „LuForm“ eröffnet wird.

Die Schau im zweiten Obergeschoss ist eine experimentelle Abteilung des Hauses und zunächst auf ein Jahr angelegt. Unter gemeinsamer Federführung des Fachbereichs Design der FH Aachen, der Designmetropole Aachen und des Ludwig Forums sollen hier im ständigen Wechsel Einblicke in die Designerszene vor allem der Euregio, aber auch weit darüber hinaus gegeben werden. Forums-Direktor Andreas Beitin, FH-Professorin Ilka Helmig, Patricia Graf und Fabian Seibert von der Designmetropole sowie Annette Lagler vom Ludwig Forum erweiterten nun als Kuratoren die bereits bestehende Ausstellung „LuForm“ um Varianten aus den Niederlanden.

Kunstform aus Japan

Ein Teller fällt auf den Boden und zerspringt. Na und? Das sagten sich Lotte Dekker und Gieke van Lon und erinnerten sich an die alte japanische Kunstform des Kintsugi. Dabei wird zerbrochene Keramik oder gesplittertes Porzellan mit Gold repariert – Goldstaub, gemischt mit einem Kleber. In Japan soll die Methode derart beliebt sein, dass wertvolles Porzellan mit Absicht zertrümmert wird, um es mit Gold-Nähten wieder dekorativ zusammenzufügen. Wenn das nicht zum Nachahmen einlädt!

Im Shop des Ludwig Forums kann man ein entsprechendes „Repair Kit“ käuflich erwerben. Nur zwei Beispiele für eine leicht verrückte, gleichwohl inspirierende Desi-gnerszene aus den Niederlanden, die in der Ausstellung bis auf Weiteres mit sieben Beispielen belegt wird. Eine Lampe in Form der Doppelhelix der DNA zum Beispiel gehört auch dazu, und eine Grubenlampe aus Holz und Messing.

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