München/Aachen - Loriot schrieb sogar extra für ihn eine Rolle

Loriot schrieb sogar extra für ihn eine Rolle

Von: dpa
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Klaus Schultz, ehemaliger Generalintendant des Theaters Aachen, ist am Samstag im Alter von 66 Jahren gestorben. Foto: stock/Prager

München/Aachen. Der einstige Aachener Generalintendant und Intendant des Münchner Staatstheaters am Gärtnerplatz, Klaus Schultz, ist tot. Wie seine Familie mitteilte, starb er am vergangenen Samstag im Alter von 66 Jahren „plötzlich an einer unerwartet aufgetretenen Erkrankung“.

Schultz war von 1996 bis 2007 Staatsintendant, von 1999 an auch Vizepräsident der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Zuvor arbeitete er als Dramaturg an der Oper Frankfurt, als Chefdramaturg an der Bayerischen Staatsoper München und als Musikdramaturg bei den Berliner Philharmonikern. Er leitete als Generalintendant von 1984 bis 1992 das Theater Aachen und von 1992 bis 1996 das Nationaltheater in Mannheim.

Mit seinem Ensemble beim Staatstheater am Gärtnerplatz formte er als Intendant, wie zuvor in Aachen und in Mannheim, ein Repertoire von Oper, Ballett, Konzert, Musical und Operette mit Werken aus vier Jahrhunderten Musiktheater. Ein besonderer Akzent lag dabei auf der Musik des 20. Jahrhunderts seit 1950. Das zeigen Aufführungen wie Aribert Reimanns „Melusine“, Igor Strawinskys „The Rake‘s Progress, Werner Egks „Revisor“ oder die Uraufführung von Wilfried Hillers „Waldkinder“ (1998).

Eine besondere Linie bildete das von Philip Taylor geleitete BallettTheater München, das während der elf Jahre der Intendanz von Schultz ein eigenwilliges Repertoire im Gärtnerplatztheater und bei nationalen wie internationalen Gastspielen entwickelte.

Gelegentlich hat Schultz auch schauspielerische Aufgaben übernommen. So spielte er 1988 in Loriots Filmkomödie „Ödipussi“ die Rolle des Herrn Weber, die Loriot für Schultz geschaffen hatte.

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