Live-Hörspiel „Nekropolis“ im Mörgens: Die Knochen krachen

Von: Eckhard Hoog
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„Nekropolis – Die Stadt gehört uns!“, eine Live-Hörspielfolge von Eike Hannemann und Anita Augustin, wurde uraufgeführt im Mörgens: unter anderem mit Tim Knapper (l.) und Malcolm Kemp. Foto: Wil van Iersel

Aachen. Da krachen die Knochen, Hunde bellen und jaulen zum Gotterbarmen, Enten flattern vorbei, Champagnerkorken ploppen, ein Tollwütiger donnert kreischend-gurgelnd gegen die Tür seiner Zelle, ein scharfes Messer zerteilt ein totes Tier – ganz schön was los im Mörgens: „Nekropolis – Die Stadt gehört uns!“ hatte am Donnerstag Premiere in der kleinen Spielstätte des Theaters Aachen.

Als „Live-Hörspiel“ annonciert, lief es auch so ab: 75 Minuten lang Geräusch- und Klangkaskaden, verblüffend täuschend echt erzeugt von drei Schauspielern und einem Musiker mit Utensilien wie Porree, Wassermelone, Blechkiste, Gießkanne, Baumlaub oder Luftballons. Das Ganze eingebettet in eine hanebüchene Revolverpistole von Geschichte um Zombies, einen Pädophilen und mutierte Viren, die die Welt bedrohen.

Erfunden hat das Bühnengenre „Live-Hörspiel“ Regisseur Eike Hannemann im Verbund mit der Autorin Anita Augustin – das Team nennt sich „zombiezoff“ und hat für Aachen jetzt nach Konstanz und St. Gallen eine dritte „Nekropolis“-Folge kreiert.

Die vier – Marie Hacke, Thomas Hamm, Tim Knapper und der Musiker Malcolm Kemp – sitzen sich vor Krimskrams-übersäten Tischen gegenüber. Knapper ist der Nachtfalke vom Piratensender Radio Paranoia – ein grüngesichtiges Monster, das von so Bekloppten angerufen wird wie „Hilde“ aus Aachen: Die empfiehlt, Öcher Printen als Mittel gegen Zombies einzunehmen – um für Untote ungenießbar zu werden.

Eine gewagte These, die noch bewiesen werden müsste. Im Keller des Aachener Klinikums vegetiert unterdessen ein gefährlicher Virusträger, der seinen Ursprung in der Schweiz hat. Den weitläufigen Bogen dahin schlagen die vier mit wechselnden Rollen, gruseligen Stimmlagen, akustischen Zauberstückchen und Haftschalen-unterstützten bösen Blicken ins Publikum . . .

Die Schauermär wird am 10. und 28. Juni noch zweimal aufgeführt. Karten gibt es beim Kundenservice des Medienhauses Zeitungsverlag Aachen.

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