Literaten entdecken Internet-Dienst Twitter für Kurzprosa

Von: epd
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Frankfurt/M. Der Internet-Dienst Twitter wird zunehmend für kurze Texte mit literarischem Anspruch genutzt.

Dabei sei die bei Twitter vorgegebene Beschränkung auf 140 Zeichen eine Chance, urteilt der Publizist Christian Ankowitsch, der seit Januar einen Twitter-Fortsetzungsroman schreibt: „Literarische Formen erfinden sich immer wieder neu”, sagte er. „Was früher Aphorismen waren, sind heute solche Kurzmeldungen.”

Über Twitter.de können Nutzer per Internet oder SMS Kurzmeldungen verschicken, die automatisch an jeden weitergeleitet werden, der den jeweiligen Autor abonniert hat. Die Autoren nennen ihre Kurzprosa „Twitteratur”, im englischen Sprachraum „Twiction”.

„Nicht selten” gewännen die Texte durch die Kürze an „Originalität, Lakonie, Ironie und Treffsicherheit”, glaubt der Hamburger André Müller, der die ersten deutschen Twitterlesungen in Berlin und Hamburg mitorganisiert hat.

Müller gehört auch zu den Betreibern der Webseite Twitkrit.de, die Kurzmeldungen literaturkritisch betrachtet. „Wir wollen so verhindern, dass manche Perlen im Rauschen des Twitter-Stroms untergehen”.
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