Linie als Kunst: Zeichnungen im Bonner Kunstmuseum

Von: dpa
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Bonn. Sie zeichnen mit Bleistift, ritzen in Plexiglas, greifen zur Farbtube. In der Ausstellung „Linie, Line Linea. Zeichnung der Gegenwart” (11. Februar bis 16. März) zeigen 20 Künstler im Kunstmuseum Bonn ihre Ideen zum Thema Zeichnen.

Die Ausstellung umfasst Werkgruppen von 20 Künstlerinnen und Künstlern, die in Deutschland leben und arbeiten und die Zeichnungen als Kern ihrer Arbeit verstehen. Das Museum erstellte die Präsentation nach eigenen Angaben von Dienstag in Kooperation mit dem Institut für Auslandsbeziehungen. Sie werde in den nächsten Jahren auf fünf Kontinenten gezeigt.

„Die Zeichnung ist wohl die universellste der künstlerischen Gattungen”, sagte Museumssprecherin Ute Herborg-Oberhäuser. Zeichnungen würden überall verstanden. „Überall auf der Welt gibt es Stifte und Maluntergrund.” Die Künstler zeigten in Bonn eine unglaubliche Bandbreite, „von den feinsten Linien bis zum dicksten Strich aus der Farbtube”.

Ihre Arbeiten entsprächen nicht immer dem Klischee: Zeichnungen hängen an der Wand. Das zeige etwa Pia Linz mit ihrer „Gehäuse- Gravur”. Sie ritzte ihre Zeichnungen von innen in einen begehbaren Plexiglas-Würfel und kolorierte sie dann. Überraschende Effekte erzielte Marc Brandenburg mit einer „Schnipsel-Collage”, die sich erst bei näherer Betrachtung als Zeichnung entpuppt. Mit seiner Ausstellung liegt das Museum ganz im Trend. „Zeichnen ist wieder en vogue”, stellte Herborg-Oberhäuser fest.

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