„Leonardo des Nordens”: Joos van Cleve in Aachen

Von: Eckhard Hoog
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Joos van Cleve
Er stellt das Aachener Suermondt-Ludwig-Museum mit seiner neuen Ausstellung „Leonardo des Nordens - Joos van Cleve” international ins Rampenlicht: Direktor Peter van den Brink, hier vor einem Altarstück, das vom Museum in Funchal auf Madeira entliehen wurde. Foto: Harald Krömer

Aachen. Seine Werke hängen zwar in den großen Museen, dennoch blieb er ein Geheimtipp: In einer großen Übersichtsschau stellt das Aachener Suermondt-Ludwig-Museum den Antwerpener Maler Joos van Cleve vor.

Der aus Kleve stammende Renaissance-Maler wird in der Ausstellung „Leonardo des Nordens - Joos van Cleve” vom 17. März bis zum 26. Juni mit rund 60 Exponaten präsentiert.

Sie zeigen die wichtigsten Themen van Cleves: großformatige Altarstücke, Andachtsbilder und Porträts. „Van Cleve war ein unglaublich guter Maler”, sagte der Kurator und Aachener Museumsleiter Peter van den Brink am Dienstag. Der Antwerpener Künstler malte sanfte Konturen wie sein Vorbild Leonardo da Vinci, detailverliebt wie seine niederländischen Vorgänger und mit einer herausragenden farblichen Brillanz. Und trotzdem gab es bisher nur zwei kleinere Ausstellungen zum Werk van Cleves (ca. 1485/90-1540/41).

Persönlich hat der Maler sein Vorbild Leonardo da Vinci wohl nie getroffen. Vielleicht hat er mal Werke von ihm am französischen Hof gesehen. „Van Cleve war der wichtigste Vertreter des Leonardo-Stils im Norden”, sagte die Co-Kuratorin Alice Taatgen. Er habe Motive da Vincis aufgenommen wie „Das letzte Abendmahl” und von einem Leonardo- Schüler die „Kirschenmadonna”, eines der erfolgreichsten Motive seiner Zeit. Zu den Leihgebern der Ausstellung gehören die National Gallery of Art in Washington, die National Gallery in London und der Louvre in Paris.

Eröffnung, Katalog und Dauer

„Leonardo des Nordens - Joos van Cleve” im Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen, Wilhelmstraße 18, 0241/479800.

Eröffnung: Mittwoch, 16. März, um 17 Uhr mit Ansprachen in St. Adalbert, Kaiserplatz, danach Vernissage im Museum.

Dauer und Öffnungszeiten: bis 26. Juni, Di.-Fr. 12-18, Mi. 12-20, Sa./So. 11-18 Uhr, während der Tefaf Maastricht (17.-27. März) Mo.-Fr. 11-18, Mi. 11-20 Uhr.

Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro; Kombiticket mit „Hyper Real” im Ludwig Forum 10 Euro, kostenloser Busshuttle zwischen den Museen Sa./So. zwischen 11 und 18 Uhr. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Eintritt frei in beiden Museen.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung mit Führungen, Vorträgen, Workshops, Ferienspielen, Malaktionen, Familiensonntagen, Seniorentreffen und Filmen. Mütter haben am 8. Mai freien Eintritt.

Katalog: Joos van Cleve, Belser Verlag, Stuttgart, 29,95 Euro.
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