Aachen - Launiges Plaudern über Kunst und Kritik

Launiges Plaudern über Kunst und Kritik

Von: Hanna Sturm
Letzte Aktualisierung:
talkbild
Amüsante Plauderrunde: Grenzlandtheater-Intendant Uwe Brandt (l.) und der stellvertretende AZ-Chefredakteur Bernd Büttgens (r.) im Gespräch mit dem Direktor des Suermondt-Ludwig-Museums, Peter van den Brink (2.v.l.), Volontärin Alice Taatgen und dem Kurator Thomas Fusenig, ebenfalls vom Suermondt-Ludwig-Museum. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Von nebenan, von um die Ecke und von ganz weit weg - so beschrieb Uwe Brandt, Intendant des Grenzlandtheaters, seine Gäste bei der Talkrunde im Grenzlandtheater.

Denn bei der zweiten Ausgabe des Theater-Talks konnten die Moderatoren Uwe Brandt und Bernd Büttgens, stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung, den Generalintendanten des Stadttheaters Michael Schmitz-Aufterbeck, Museumschef Peter van den Brink und Kurator Thomas Fusenig vom Suermondt-Ludwig-Museum und, aus dem „fernen” Monschau, Bürgermeisterin Margareta Ritter begrüßen.

Wie bereits bei der Premiere plauderten die Gäste in launiger und humorvoller Atmosphäre über Themen rund um Kultur in Aachen, für erstklassige musikalische Höhepunkte sorgten Dagmar Bernhard und Jupp Ebert.

Besonders spannend für die zahlreichen Besucher war wohl der Ausblick auf die Ausstellung „Hans von Aachen. Hofkünstler in Europa”, die am 11. März im Suermondt-Ludwig-Museum eröffnet wird und große Resonanz in der Kunstszene weit über die Grenzen Aachens hinaus erweckt.

Als Sohn einer Aachener Familie in Köln geboren, war Hans von Aachen ein herausragender und gefeierter Hofkünstler in Europa in der Zeit um 1600. Erstmals widmet sich nun eine Ausstellung ausschließlich seinem Werk. Partner des Suermondt-Ludwig-Museums sind dabei die Burggalerie in Prag und das Kunsthistorische Museum in Wien, wo die Ausstellung in leichter Variation im Herbst 2010 und Frühjahr 2011 präsentiert wird.

„Es ist einfach logisch, in Aachen eine Ausstellung zu Hans von Aachen zu machen, es gibt ja schließlich nur wenige Künstler, die diesen Beinamen tragen”, betont Museumschef Peter van den Brink die Bedeutung dieser Schau, bei der rund 90 Werke aus Sammlungen und Privatbesitz aus Europa und den USA zu sehen sein werden.

Sehr anschaulich mit einem kleinen spontanen Theaterstück erläuterte Kunsthistoriker Dr. Thomas Fusenig dem Publikum das Gemälde „Allegorie von Friede, Kunst und Reichtum”, schließlich sei es auch die Aufgabe einer Ausstellung, historische Kunstwerke lebendig und erlebbar werden zu lassen.

Neben dem beeindruckenden künstlerischen Werk wird das Aachener Publikum den Maler wohl auch wegen seines Charakters schnell in sein Herz schließen. „Laut Überlieferungen war Hans von Aachen ein sehr freundlicher Mensch und ein Freund des Humors und des Weins. Ein richtiger Rheinländer eben”, so Thomas Fusenig.

Interessante Einblicke in die Arbeit eines Theaterintendanten konnten die Besucher beim Gespräch der beiden Moderatoren mit Michael Schmitz-Aufterbeck gewinnen, der etwa berichtete, nach welchen Kriterien ein Spielplan zusammengestellt wird, wie Theatermenschen mit Kritik umgehen oder wie ein Intendant eine Premiere im eigenen Haus erlebt.

„Eine Premiere kann manchmal natürlich auch eine leidvolle Erfahrung sein, weil man nun wirklich nichts mehr ändern kann”, weiß Schmitz-Aufterbeck, der bei der ersten Aufführung von „Der Stein” am Vorabend jedoch glücklicherweise keine solche hatte machen müssen. Am Aachener Publikum schätze er besonders die große Offenheit, „aber ich würde mir in Zukunft noch mehr Neugierde auf Unbekanntes und Neues wünschen”.

Auf neuem Boden befindet sich seit Oktober auch Margareta Ritter, die erste Bürgermeisterin Monschaus und der gesamten Städteregion. „Es ist natürlich eine ständige Herausforderung, nach außen hin zu vermitteln, dass sich Familie und Beruf erfolgreich integrieren lassen, aber dafür erfährt man auch sehr häufig Anerkennung”, so Ritter über ihre neue Rolle, deren wichtigste Aufgaben sie in der Bewahrung des historischen Erbes der Stadt und zugleich in der Stärkung der Zukunftsfähigkeit Monschaus sieht.

Teilnahme an modernen Projekten und natürlich auch der weitere Ausbau der ohnehin boomenden „Marke Eifel” stehen deshalb auf dem Plan. Das Verhältnis zwischen Stadt und Eifel beurteilt sie durchweg positiv. „Ich glaube, die Aachener lieben Monschau, auch wenn sie manchmal über unsere Gastronomie schimpfen.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert