Landschaftsverband Rheinland übernimmt Jüdisches Museum in Köln

Von: dpa
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Zu den herausragenden Funden in der Kölner archäologischen Zone zählten das komplette jüdische Stadtquartier mit der ältesten Synagoge nördlich der Alpen und einer Mikwe. Neben dem Viertel aus Mauerresten, Ruinen und schmalen Gassen waren die Wissenschaftler auch auf einen römischen Statthalterpalast aus dem 4. Jahrhundert gestoßen. Foto: dapd

Köln. Der Landschaftsverband Rheinland wird das geplante Jüdische Museum in Köln betreiben. Darauf haben sich die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP in der Landschaftsversammlung Rheinland geeinigt.

„Wir stehen gerade dafür, dass wir den Betrieb des Jüdisches Museums übernehmen, wenn es denn fertig ist”, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Rolle am Freitag der Nachrichtenagentur dpa.

Das Museum soll über dem ausgegrabenen mittelalterlichen Judenviertel gebaut werden. Die Baukosten in Höhe von 52 Millionen Euro werden von der Stadt und vom Land Nordrhein-Westfalen übernommen. Zum laufenden Betrieb wird der Landschaftsverband nach Angaben Rolles jährlich ungefähr 5,5 Millionen Euro zuschießen müssen. Das Projekt verdiene dies jedoch, zumal Köln einer der größten Nettozahler im Landschaftsverband sei.

Mit dem Bau des Museums soll in den nächsten Monaten begonnen werden, die Fertigstellung ist für Ende 2015 oder Anfang 2016 geplant. Archäologen haben auf dem Rathausplatz in der Kölner Innenstadt die Ruinen vieler mittelalterlicher Gebäude freigelegt, darunter Überreste von Synagoge, Kultbad, Hospital, Bäckerei, Tanz- und Hochzeitshaus. Das Terrain ist bisher als „Archäologische Zone” bekannt.

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