Lambchop feiern in Aachen die Leichtigkeit

Von: Christian Rein
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Beseelter Soul-Sänger: Lambchop-Frontman Kurt Wagner. Foto: Rein

Aachen. Wenn Kurt Wagner die Bühne betritt, ist schwer zu sagen, welchen Charakter der Abend haben wird. Zu unterschiedlich ist das Werk des Sängers aus Nashville, Tennesee, und seiner Band Lambchop.

Auf mittlerweile neun Alben ergründet das Kollektiv die Tiefen und Untiefen der menschlichen Seele mit Gefühlslagen, die von überschwänglicher Freude über gelassene Zufriedenheit und wütende Unzufriedenheit bis hin zu melancholischer Resignation reichen. Es hätte also durchaus ein düsterer Abend im Aachener Musikbunker werden können, doch Wagner und seine sechsköpfige Band entschieden sich für die Sonnenseite des Lebens.

Der Kern ist der Soul

Der Musikbunker bot den Rahmen für ein Clubkonzert im besten Sinne. Wagner, wie immer auf einem Hocker sitzend, eine Baseball-Kappe tief ins Gesicht über die von der Hornbrille eingerahmten Augen gezogen, die Gitarre auf dem Schoß, genoss die Intimität, die sich daraus ergab, sichtlich.

Lambchop verkörpern wohl am ehesten das, was eine amerikanische Band ausmacht. Ihre Musik wird oft als „Alternative Country” bezeichnet. Das stimmt jedoch nur bedingt, denn auch die Traditionen des Folk, Blues, mitunter sogar des Jazz´ vereinen sie in ihren Stücken. Wer das Konzert in Aachen gesehen hat, weiß jedoch: Der Kern ihrer Musik ist der Soul.

Dem entsprechend bildeten die Stücke von ihrem Soul-Meisterwerk „Nixon” (2000) das Gros der Setlist. Zudem gab es neben Songs von ihrem aktuellen Album „OH Ohio” mit „Buttons” auch ein neues Stück zu hören. Vorgetragen von Wagners warmem Bariton, boten Lambchop ihrem Publikum einen Abend in der wohligen Leichtigkeit eines Sommerabends. Das war nicht unbedingt zu erwarten. Aber es war sehr gut.
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