Kurt-Sieder-Preis für Lara Beckmann und Volker Weidlich

Von: Rolf Hohl
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Nicht mehr lange Ensemblemitglied am Theater Aachen: Lara Beckmann. Archiv: Michael Jaspers
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Schon öfter Gast am Grenzlandtheater Aachen: Volker Weidlich. Foto: Gerhard Kassner

Aachen. Eine leichte Aufgabe ist es nicht, die dem Kuratorium der Kurt-Sieder-Stiftung da jedes Jahr zufällt. Die Juroren müssen aus den nicht eben wenigen Inszenierungen, die im Grenzlandtheater und am Theater Aachen gezeigt werden, zwei auszeichnungswürdige Bühnenkünstler ausfindig machen.

Unter den vielen guten Schauspielern geht der Kurt-Sieder-Preis traditionell immer an eine Frau und an einen Mann, die sich durch besondere schauspielerische Leistungen hervorgetan haben. Am Donnerstag wurden die diesjährigen Preisträger im Aachener Theater vorgestellt.

In ihrer Interpretation der Lula Golightly in „Frühstück bei Tiffany“ hat Lara Beckmann die Jury überzeugt. Sie habe mit ihrem Schauspiel ein modernisiertes Bild einer Frau geboten, die frech und authentisch aufgetreten sei, sagt die Vorsitzende des Kurst-Sieder-Kuratoriums, Annette Bosetti. Beckmann, Jahrgang 1986, gehört seit der Spielzeit 2013/14 fest zum Ensemble des Aachener Theaters und trat dort in 18 Stücken in Erscheinung. Zum Ende der Saison verlässt sie allerdings das Haus und möchte freiberuflich arbeiten.

Am Grenzlandtheater entfesselte Volker Weidlich Lachsalven und wurde damit als zweiter Preisträger ausgewählt für seine Rolle als Pierre Lecoeur in der Tragikomödie „Das Abschiedsdinner“. Neben seiner Arbeit im Theater taucht Weidlich auch immer wieder bei Film- und Fernsehproduktionen wie dem „Tatort“ auf.

Für Michael Schmitz-Aufterbeck, Intendant des Theaters Aachen, ist der Preis neben der Erinnerung an Kurt Sieder auch ein Anlass, den Stellenwert von Kultur zu beleuchten. Diese sehe er als Teil der Grundversorgung in einer Stadt und sie sollte nicht immer wieder zur Verhandlungsmasse werden, wenn im Haushalt wieder einmal gespart werden müsse.

Der Preis geht zurück auf Kurt Sieder (1899 bis 1964), der als erster Intendant des Stadttheaters Aachen und später des Grenzlandtheaters nach dem Zweiten Weltkrieg den Aufbau der beiden Spielstätten vorangetrieben hat. Seit 2003 wird der Preis alljährlich für herausragende Leistungen auf den Bühnen beider Häuser vergeben und ist zurzeit mit 2000 Euro dotiert.

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