Kunstpreis Aachen 2014: Im Fundus der Moderne

Von: 1983
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„Fasziniert von den utopischen Versprechen der historischen Avantgarde“: Paulina Olowska erhält den Kunstpreis Aachen. Foto: Thomas Manneke

Aachen. Die polnische Künstlerin Paulina Olowska erhält in diesem Jahr den Kunstpreis Aachen. Das gab die Stadt Aachen am Donnerstag bekannt. Olowska zählt zu den bedeutendsten polnischen Künstlerinnen ihrer Generation. Sie studierte an der School of the Art Institute, Chicago, sowie an der Akademie der Künste in Danzig und kann auf Einzelausstellungen in renommiertesten Museen für zeitgenössische Kunst zurückblicken, zuletzt in der Kunsthalle Basel (2013), dem Stedelijk Museum Amsterdam, im MoMa New York (2012) und in der Münchner Pinakothek der Moderne (2009).

Die 1976 in Danzig geboreneKünstlerin durchforste in ihrer Arbeit den historischen Fundus der Moderne, stöbere in der Kunst- und Designgeschichte und bediene sich bei Mode und Werbung, so die Begründung der Jury. Fasziniert von den utopischen Versprechen der historischen Avantgarde, eigne Olowska sich deren Techniken an und benutze sie in ihren Werken. So arbeitet sie in unterschiedlichen Medien wie Performance, Video, Installation, Skulptur, Collage, Malerei und Mode, kollaboriert mit anderen Künstlern, kuratiert Ausstellungen und organisiert Events.

Mit dem Preis verbunden ist eine Einzelausstellung im Ludwig Forum. Dort wird Olowska ein ortspezifisches Projekt entwickeln. Preisverleihung und Ausstellung werden voraussichtlich im Winter 2014/15 stattfinden. Der mit 10 000 Euro dotierte Kunstpreis Aachen wird alle zwei Jahre einem bildenden Künstler verliehen, dessen Arbeiten der internationalen Kunstszene nachhaltige Impulse geben. In der Jury des Kunstpreises sitzen Ulrike Groos (Direktorin Kunstmuseum Stuttgart), Sabine Breitwieser (Museum der Moderne, Salzburg), Brigitte Franzen, Direktorin des Aachener Ludwig Forums) sowie Ernst Höhler, der Vorsitzende des Vereins der Freunde des Ludwig Forums, der den Kunstpreis in Kooperation mit der Stadt Aachen und der Aachener Wirtschaft stiftet.

Bisherige Preisträger waren Phyllida Barlow (2012), Pawel Althamer (2010), Aernout Mik (2008), Roman Signer (2006), Andreas Slominski (2004), Tacita Dean (2002), Michael Asher (2000), Richard Tuttle (1998), Katharina Fritsch (1996), Christian Boltanski (1994), On Kawara (1992), Ilya Kabakov (1990), Richard Long (1988), A.R. Penck (1985) sowie Luciano Fabro .

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