„Kulturfestival X“: Es wird laut, schrill, lustig, nachdenklich

Von: Katharina Menne
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Das „Kulturfestival X“ der Städteregion Aachen bietet vom 19. März bis zum 14. Juli ein hochkarätiges Programm: Ob Schauspieler Dominique Horwitz, die Indie-Band The Notwist oder Kabarettist Mathias Richling – da ist für jeden Geschmack und jedes Alter etwas dabei. Foto: Sinje Sabine Hasheider, Patrick Morarescu und BüroMR
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Das „Kulturfestival X“ der Städteregion Aachen bietet vom 19. März bis zum 14. Juli ein hochkarätiges Programm: Ob Schauspieler Dominique Horwitz, die Indie-Band The Notwist oder Kabarettist Mathias Richling – da ist für jeden Geschmack und jedes Alter etwas dabei. Foto: Sinje Sabine Hasheider, Patrick Morarescu und BüroMR
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Das „Kulturfestival X“ der Städteregion Aachen bietet vom 19. März bis zum 14. Juli ein hochkarätiges Programm: Ob Schauspieler Dominique Horwitz, die Indie-Band The Notwist oder Kabarettist Mathias Richling – da ist für jeden Geschmack und jedes Alter etwas dabei. Foto: Sinje Sabine Hasheider, Patrick Morarescu und BüroMR

Aachen. Es wird laut, es wird schrill, es wird lustig und auch ein bisschen nachdenklich. Auch in diesem Jahr lockt das „Kulturfestival X“ wieder mit handverlesenen Veranstaltungen für Auge und Ohr. Von März bis Juli geben sich lange etablierte und noch unbekannte Künstler die Klinke in die Hand und locken die Besucher an außergewöhnliche Orte in der ganzen Region.

Die Veranstaltungsreihe gehört längst zum festen Repertoire der Kulturlandschaft in der Städteregion und begeistert seit 15 Jahren die Menschen der zugehörigen zehn Kommunen und noch darüber hinaus. „Wir möchten das Interesse für Kunst und Kultur wecken und weiter befeuern“, sagt Städteregionsrat Helmut Etschenberg.

Um tatsächlich möglichst viele Menschen zu erreichen und die Hemmschwelle so niedrig wie möglich zu halten, sind die Karten für einen symbolischen Spottpreis von 3,50 Euro in zahlreichen Vorverkaufsstellen erhältlich. Das eingenommene Geld fließe zu hundert Prozent zurück in schulische Kunstprojekte und diene nur einer reibungsfreien Veranstaltungsorganisation, betonte Etschenberg. Zusammen mit der künstlerischen Leiterin, Nina Mika-Helfmeier, stellte er am Donnerstag das diesjährige Programm der Presse vor.

Programm ist bunt und vielfältig

Und das kann sich sehen lassen: Bereits zum zweiten Mal erobert der deutsch-französische Schauspieler und Sänger Dominique Horwitz die Bühne und wagt in diesem Jahr ein musikalisches Experiment. Zusammen mit seiner Band schlägt er eine Brücke von romantischen Opern über Rock-, Pop- und Jazzklassiker hin zu Highlights der Gegenwart (19. März).

Eher grausam wird es bei der Lesung von Heinz Strunk (25. März) zugehen. Der Hamburger liest aus seinem neuen Buch „Der goldene Handschuh“, in dem er die Geschichte des Frauenmörders Fritz Honka erzählt.

Ebenfalls literarisch geht es bei den beiden darauffolgenden Veranstaltungen zu. Max Moor, bekannt aus der Kultursendung „Titel, Thesen, Temperamente“, lässt seine Zuhörer daran teilhaben, wie aus dem in der Schweiz geborenen Dieter Moor mit der Zeit Max Moor wurde, und schaut zurück auf all das Liebenswerte und Skurrile, das er dort zurückgelassen hat (28. April). Die Schauspielerin Fritzi Haberlandt hat sich mit dem Pianisten Jens Thomas zusammengetan und bringt den Roman „Das kunstseidene Mädchen“ von Irmgard Keun, untermalt von Klavierklängen, auf die Bühne (13. Mai). Sie „taucht ein in die Naivität und gleichzeitige Tiefe des Textes, den sie lesend, spielend, singend und tanzend interpretiert“, heißt es im Programmheft. Die Veranstaltung ist gleichzeitig die Überleitung hin zum musikalischen Teil des Festivals.

„Wir möchten junge Familien und Jugendliche genauso erreichen wie auch die ältere Generation“, sagt Mika-Helfmeier. Und so spricht Jesper Munk, Deutsch-Däne und musikalisches Ausnahmetalent, nicht nur optisch ein eher jüngeres Publikum an (19. Mai). Seine Stimme erinnert etwas an Jamie Cullum, und seine Musik kommt tief aus der Seele. Er zählt laut Nina Mika-Helfmeier zu ihren vielversprechendsten Entdeckungen in diesem Jahr – ebenso wie der deutsche Multiinstrumentalist Drangsal, dessen Musik Einflüsse aus verschiedenen Genres wie New Wave, Post-Punk und Indie-Pop zeigt (1. Juli).

Besonders freut sich Nina Mika-Helfmeier darüber, nach langem Bitten endlich Gisbert zu Knyp­hausen gewonnen zu haben. Der deutschsprachige Singer-Songwriter ist nach längerer Pause zurück im Geschäft und plant, in diesem Jahr ein neues Album aufzunehmen. Zuvor ist er noch mal für einige wenige Solo-Auftritte unterwegs – einer davon in der Aachener Citykirche (20. Mai).

The Notwist sind wieder dabei

Ebenfalls neu beim Kulturfestival ist die Retro-Rockband Okta Longue, die zusammen mit dem Berliner Pop-Quartett Die Höchste Eisenbahn ein Doppelkonzert gibt (23. Juni), genauso wie LaLeLu, die A-cappella-Sensation aus Hamburg (30. Juni) und die bereits seit 25 Jahren auf der Bühne stehenden Österreicher von Naked Lunch (7. Juli).

Erneut dabei sind der Kabarettist Mathias Richling mit einem neuen Programm (10. Juni), die Indieband The Notwist (24. Juni) sowie Muttis Kinder (14. Juli), ein A-cappella-Trio mit Witz und Idee-Unikaten. Abgerundet wird das Programm mit der Fotoausstellung von Sandro Miller, „Malkovich, Malkovich, Malkovich – Hommage to Photographic Masters“ (30. April bis 2. Juli).

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