13133915.jpg

Kommentiert: Musikunterricht zum Anfassen

Ein Kommentar von Nina Leßenich

Es war ein Gänsehautmoment: ein TV-Studio voller Kinder und Jugendlicher, die gemeinsam zu klassischer Musik singen und dabei eine Botschaft vermitteln, die in der aktuellen weltpolitischen Lage wohl nicht wichtiger sein könnte. „Jeder Mensch ist auserwählt, hat seine Gründe hier zu sein. Was für eine Zeit, um am Leben zu sein.“

Mit dem „Vivaldi-Experiment“ ist etwas Besonderes gelungen. Besonders deswegen, weil das Experiment Brücken baut – in zwischenmenschlicher und musikalischer Hinsicht. Da werden die Plattenteller gedreht, während das WDR-Funkhausorchester Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ interpretiert, und Rapper MoTrip singt zu den Klängen von Stargeigerin Mariella Haubs. Rap und klassische Musik – das klingt überhaupt nicht sonderbar, sondern wunderbar symbiotisch. Und zeigt: Klassische Musik gehört noch lange nicht ins Museum.

Kindern und Jugendlichen klassische Musik näherbringen – das war das Ziel des „Vivaldi-Experimentes“. Die Form hat gestimmt. Und wenn dadurch auch nur ein paar Kinder sagen: „Mama, ich möchte ein Instrument spielen!“ – dann haben die Macher etwas Magisches geschafft.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert