Köln - Kölner Museum feiert Wiederherstellung des Dionysos-Mosaiks

Kölner Museum feiert Wiederherstellung des Dionysos-Mosaiks

Von: ddp-nrw
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Köln. Mit einem Fest feiert das Römisch-Germanische Museum Köln am Sonntag (18. Januar, 18 Uhr) die erfolgreiche Restaurierung seines Dionysos-Mosaiks.

Köln und seine Gäste sollen die Gelegenheit haben, das Dionysos-Mosaik in alter Pracht zu genießen, wie Museumsdirektor Hansgerd Hellenkamp am Donnerstag mitteilte.

Das Fest findet am zweiten Jahrestag des Orkans Kyrill statt, bei dem das Mosaik schwer beschädigt wurde. Am 18. Januar 2007 hatte die umherfliegende Holzabdeckung eines Brunnens auf der Domplatte drei große Fenster des Museums durchschlagen. Die bis zu 70 Kilogramm schweren Holzbohlen und die Sperrholzplatten fielen ebenso wie die Glasscherben auf das 75 Quadratmeter große Mosaik.

An rund 120 Stellen zeigten sich mehrere Millimeter tiefe Schürfspuren und Kratzer. Das namensgebende Bildmotiv, der betrunkene und von einem Satyr gestützte Weingott Dionysos, blieb allerdings nahezu unversehrt. In drei intensiven Restaurierungs- und Konservierungskampagnen haben deutsche und italienische Restauratoren die Schäden behandelt.

Das Dionysos-Mosaik war 1941 bei Bauarbeiten für einen Luftschutzbunker am Kölner Dom freigelegt worden. Später wurde das Römisch-Germanische Museum um das Fundstück herumgebaut. Das neun Millimeter dicke Werk gilt als einer größten und besterhaltenen römischen Böden nördlich der Alpen. Sein Wert wird von Museumsdirektor Hellenkamp mit etwa 15 Millionen Euro angegeben. Während des Wirtschaftsgipfels 1999 in Köln kamen die führenden Regierungschefs der Welt auf dem Dionysos-Mosaik zu einem festlichen Essen zusammen.

Auf dem Programm des Dionysos-Abends am Sonntag stehen Begegnungen und Gespräche über die Geschichte des Mosaiks und seine Restaurierung. „Dionysische Gesänge” sollen dazu den passenden Rahmen geben. Der Eintritt ist frei.
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