Kölner Kunstmesse will sich gegen Maastricht absetzen

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Kunstmesse Cologne Fine Art & Antiques
Eine Kunsthändlerin (Basedau, Hamburg) zeigt in Köln künstlerisch gestaltete Spazierstöcke. Die Kunstmesse Cologne Fine Art & Antiques findet vom 17.-21. November 2010 in Köln statt. Foto: dpa

Köln. Renaissancekunst und Rubinbroschen, August Macke und Acrylglasstuhl - die Kunstmesse Cologne Fine Art & Antiques will sich von Mittwoch bis Sonntag mit einem breiten Spektrum profilieren. 90 Aussteller vor allem aus dem Inland beteiligen sich.

Um sich von der riesigen Kunstmesse TEFAF im nahen Maastricht abzusetzen, wird bewusst Kunst aus den unterschiedlichsten Epochen und Kulturkreisen angeboten. Dies entspreche dem veränderten Sammlerverhalten, sagte die Direktorin der Messe, Ulrike Berendson, am Dienstag in Köln.

„Es kauft kaum jemand noch ein komplettes Biedermeierzimmer, sondern die Sammler suchen das besondere Einzelstück.” Das kombiniere man dann gern mit ganz anderen Werken oder Möbeln. „Eine Antike steht mit einem wunderbaren Wandbild zusammen”, bestätigte Klaus Gerrit Friese, Vorsitzender des Bundesverbands deutscher Galerien.

Ein anderer Unterschied zu Maastricht sei das Preisniveau. In Köln könne man auch im mittleren Segment sehr attraktive Sachen bekommen. Ein Museumsvertreter habe zum Beispiel für 50 000 Euro sechs Stücke mit Sammlerqualität erworben. „Wir haben dieses Maß hier wirklich sehr im Auge”, sagte Berendson. „Das ist mit Blick auf jüngere Menschen, die wir vielleicht einmal als Sammler gewinnen wollen, ein ganz entscheidender Aspekt.” Nicht im Sortiment ist zeitgenössische Kunst.

Was die Veranstalter als Dialog zwischen den verschiedenen Kunstformen anpreisen, wirkt allerdings an mancher Stelle wie ein Sammelsurium oder eine Schöner-Wohnen-Messe für Reiche. Neben Gemälden werden zum Beispiel auch Teppiche, Schmuck oder Spazierstöcke mit Silberknauf angeboten. Als „Highlights” bezeichnet die Messe unter anderem eine Figur der Heiligen Katharina von etwa 1520, einen 1800 Jahre alten Buddha und einen Andy-Warhol-Druck vom Kölner Dom.
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