Klaviertalente aus über 30 Ländern zeigen ihr Können

Von: Pedro Obiera
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Aachen. Innerhalb von nur drei Jahren hat sich der von Professor Andreas Frölich betreute und vom „European Center for Culture and Arts“ in Zusammenarbeit mit der Musikhochschule Köln ausgerichtete „International Piano Competition ClaviCologne NRW“ ein so hohes Ansehen erwerben können, dass die Dozenten und Juroren alle Hände voll zu tun hatten, um sich den 74 Teilnehmern der Masterclasses und 120 Wettbewerbskandidaten aus über 30 Ländern angemessen widmen zu können.

Es spricht für das Ambiente des zum zweiten Mal in Aachen veranstalteten Festivals, dass sich die namhaften Dozenten und Juroren in Aachen wohlfühlen und zum großen Teil zum zweiten Mal die Anstrengungen der letzten Woche nicht scheuten. Immerhin zählen zum Dozenten-Team Pianisten wie Pavel Gililov und Jacques Rouvier vom Salzburger Mozarteum, Yuri Didenko vom Moskauer Konservatorium und Leonel Morales aus Madrid.

Von großer Bedeutung ist die Verankerung des Festivals im Musikleben der Region, was sich durch mehrere Konzerte in Aachen, Düsseldorf, Belgien und den Niederlanden niederschlug. Die Vernetzung mit Musikhochschulen des Landes zeigt sich im Gastspiel des Kammerorchesters des in Dortmund angesiedelten „Orchesterzentrums NRW“ mit Masterclass-Teilnehmern im voll besetzten Ballsaal des Alten Kurhauses. Die von Professor Alexander Hülshoff geleiteten Musiker aus allen Musikhochschulen des Landes erwiesen sich als einfühlsame und flexible Begleiter der Pianisten.

Und die drei Damen und ein Herr aus den Reihen der Masterclasses standen Pate für das hohe Niveau, auf dem sich der Pianisten-Nachwuchs derzeit bewegt. Dass alle aus dem russischen Raum stammen, wird zwar dem starken Teilnehmerfeld aus dem osteuropäischen Raum gerecht, darf aber angesichts der gleichwertigen Konkurrenz aus Europa und Asien eher als zufällig gewertet werden. Interessanter ist da schon die Altersverteilung der Vortragenden.

Die elfjährige Eva Gevorgyan phrasierte den 1. Satz von Mozarts Klavierkonzert in A-Dur KV 414 so rund und ausdrucksvoll und ließ ein so feines Anschlagsgefühl erkennen, dass mancher ältere Teilnehmer der Wettbewerbe blass aussah. Doch auch was die 22-jährige russisch-türkische Musikerin Aysegul Yörükolu im Es-Dur-Konzert KV 449 und ihre Kollegen, die 29-jährige Deutsch-Russin Elizaveta Ivanova und der 24-jährige Ukrainer Kirill Korsunenko hören ließen, markierten die hohe Messlatte, die der mittlerweile zum Festival ausgeweitete Klavierwettbewerb anlegt.

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