Kinder formulieren „Zukunftsvertrag” zum Schutz der Artenvielfalt

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Bonn. Abschaffung von Kinderarbeit und mehr Geld für Entwicklungshilfe - diese und andere Forderungen haben Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 12 und 15 Jahren bei einem Kindergipfel in Bonn formuliert.

Bei einem insgesamt viertägigen Treffen diskutierten 115 Teilnehmer über den Schutz der biologischen Artenvielfalt, über bedrohte Arten und Nachhaltigkeit. Dazu haben sie auch einen „Zukunftsvertrag” unterzeichnet. „Unter anderem fordern die Kinder einen fairen Welthandel, der die natürlichen Ressourcen in Entwicklungsländern vor Ausbeutung schützt”, sagte Ansgar Drücker von der Naturfreundejugend.

„Wir wollen mehr staatliche Unterstützung für Biobauern und deren Produkte”, heißt eine der Forderungen im „Zukunftsvertrag”. Oder auch: „Wir fordern die Politiker auf, andere Länder von der Nutzung der erneuerbaren Energien zu überzeugen.” Die Kinder nahmen sich aber auch selbst etwas vor: „Wir verpflichten uns, auf Energiesparlampen umzustellen.” Außerdem wollen sie mehr CO2-sparende Verkehrsmittel nutzen und kürzere Strecken zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren.

Der Kindergipfel, der alle zwei Jahre von der Naturfreundejugend aus Remagen bei Bonn ausgerichtet wird, stand unter dem Motto „Kaufen wir uns die nächste Erde?” und hatte das Thema der Artenvielfalt im direkten Zusammenhang mit der kommenden UN-Naturschutzkonferenz in Bonn (19. bis 30. Mai) gewählt. Dort sollen die Forderungen der Kinder von einer kleinen Delegation vorgestellt werden. Am Abschlusstag des Kindergipfels überreichten die jungen Artenschützer den „Zukunftsvertrag” bereits dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesumweltministerium Michael Müller (SPD).

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