Kiew verhindert den Kunst-Austausch

Von: Eckhard Hoog
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Sie zogen jetzt eine Bilanz ihrer Reise nach Simferopol: (von links) Restauratorin Ulrike Villwock, Kurator Heinrich Becker und der Chef des Aachener Suermondt-Ludwig-Museums, Peter van den Brink, in der Ausstellung „Schattengalerie”. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Der befristete Kunst-Austausch zwischen Aachen und Simferopol kommt nicht zustande: Kiew hat eine entsprechende Anfrage von Museumsdirektorin Larina Vladimirovna Kudryashova, von der dieser Vorschlag stammt, abschlägig beschieden.

Das ist der einzige bittere Punkt in der Bilanz der Reise nach Simferopol, die am Montag der Direktor des Aachener Suermondt-Ludwig-Museums, Peter van den Brink, vor der Presse zog.

Danach verlief die Zusammenarbeit ausgesprochen harmonisch und mit dem Ergebnis, dass bereits 70 Bilder identifiziert und 65 vollständig dokumentiert werden konnten.

Das Aachener Museum bereitet sich nun auf das am Donnerstag beginnende, dreitägige „Beutekunst”-Symposium vor, bei dem die vielen offenen Fragen im Umgang mit dem Thema von vielen Experten diskutiert und möglichst geklärt werden sollen.

Drei Tage lang Vorträge von Experten

Symposium zum Thema Beutekunst im Rahmen der Ausstellung „Schattengalerie - Verlorene Werke der Gemäldesammlung”, Ort: Suermondt-Ludwig Museum Aachen, Wilhelmstraße 18, 29. bis 31. Januar.

Donnerstag, 29. Januar: 16-17 Uhr Begrüßung, unter anderem Generalsekretärin Isabel Pfeiffer-Poensgen (Kulturstiftung der Länder)

17-18 Uhr: Einführende Vorträge, Peter van den Brink und Hermann Parzinger (Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin), anschließend Diskussion.

Freitag, 30. Januar: 9-12.30 und 14.30-18 Uhr Vorträge wissenschaftlicher Mitarbeiter deutscher Museen zum Umgang mit verlorenen Kunstwerken, anschließend findet eine Diskussion statt.

Samstag 31. Januar: 9-12.30 und 14.30-18 Uhr: Vorträge aus anderem Blickwinkel, unter anderem zu unterschiedliche Rechtspositionen, Praxisverbesserungen, Rolle der Politik, der Diplomatie, des Kunsthandels und der Presse, unter anderem Kriminalhauptkommissar Marcus Schönfelder (Landeskriminalamt, Berlin) sowie Kurt Siehr (Max-Planck-Institut für Privatrecht, Hamburg) und Tono Seitel (Sonderbotschafter Auswärtiges Amt).
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