Karlsausstellungen: Bilanz übertrifft alle Erwartungen

Von: Werner Breuer
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In Stein gemeißelt: Die Ausstellungstrias zu Karls 1200. Todestag war weitaus erfolgreicher als erwartet. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Macher der Karlsausstellungen in Aachen sind mehr als zufrieden. Insgesamt 232.847 Besucher wurden bei der Ausstellungstrias zum 1200. Todestag Karls des Großen gezählt. Diese Zahl ergebe sich aus den verkauften Eintrittskarten für die einzelnen Ausstellungen, die am Ende zusammengezählt worden seien, erklärte der Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp am Mittwoch vor Journalisten, als Stadt und Domkapitel als Veranstalter Bilanz zogen. „Wir haben drei Monate für die Ewigkeit gearbeitet.“

Die größte Resonanz fand dabei die Schau „Orte der Macht“ im Krönungssaal des Rathauses, die 111.151 Menschen anzog. Für die Präsentation von „Karl Kunst“ im neuen Centre Charlemagne interessierten sich 50.596 Besucher; 58.090 waren es in der Domschatzkammer, wo „Verlorene Schätze“ im Rahmen der Dreier-Ausstellung gezeigt wurden – und nun noch bis 18. Oktober werden. 13.010 Karten wurden über den Online-Shop verkauft und können nicht einer einzelnen Schau zugeordnet werden. Es gab mehr als 6000 Führungen durch alle drei Ausstellungsteile, knapp 10.000 Schüler und Schülerinnen nahmen am museumspädagogischen Programm teil.

Das Ergebnis habe die Erwartungen weit übertroffen, sagte Philipp zum Abschluss der Ausstellungen, die am vergangenen Wochenende zu Ende gegangen waren. „Wir wollten 100.000 Besucher erreichen.“ Dass mehr als doppelt so viele gekommen seien, führe zu Mehreinnahmen, deren Höhe der Oberbürgermeister auf rund 700.000 Euro beziffert. Die genaue Abrechnung stehe aber noch aus. Allerdings stehen den höheren Einnahmen auch gestiegene Kosten gegenüber, weil etwa wegen längerer Öffnungszeiten ein größerer Personalaufwand entstanden sei. Viele Besucher wollten offenbar auch eine bleibende Erinnerung mitnehmen: Der Katalog-Schuber zu „Orte der Macht“ und „Karls Kunst“ sei fast 3000 Mal verkauft worden. Vom Kurzführer wurden rund 13.000 Exemplare verkauft. Verkaufsschlager jedoch waren die Postkarten zur Ausstellungstrias. Über 20.000 Stück davon haben den Besitzer gewechselt. In der Domschatzkammer verzeichnete man ebenfalls 1200 verkaufte Kataloge.

Philipp stuft den wirtschaftlichen Effekt der Ausstellungen als „erheblich“ ein. So habe der Aachen Tourist Service alleine im August 70 Prozent mehr Besucher registriert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Philipp berichtete zudem von gestiegenen Übernachtungszahlen. Alleine in der ersten Hälfte des Karlsjahres habe es eine Steigerung um 16,7 Prozent gegeben. „Das sind die Zahlen von Januar bis Juli“, erklärte der OB. Da die Ausstellungstrias erst am 19. Juni von Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet worden waren, erwartet der OB einen noch größeren Anstieg, wenn die Zahlen für den späteren Zeitraum vorliegen.

Erfreut zeigte sich Philipp nicht alleine von den Daten, sondern auch von den überwiegend positiven Rückmeldungen der Besucher. In Gästebuch-Kommentaren sei zwar Kritik geäußert worden, etwa an der Beschriftung mancher Exponate. „Über 90 Prozent zeigten sich aber begeistert bis sehr begeistert“, so Philipp. Nach seiner Ansicht haben die über drei Monate laufenden Ausstellungen einen „nachhaltigen Effekt auf das Image der Stadt“.

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