Junges Grenzlandtheater zeigt „Hast du ein Bild von dir?“

Von: Svenja Pesch
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Aachen. „Krass!“ Kurz, aber dafür umso eindeutiger ist die erste Reaktion bei den meisten Schülerinnen. Aber was ist denn nun so „krass“? Was könnte die Jugendlichen heutzutage noch aus der Fassung bringen? Vielleicht etwas ganz Alltägliches? Etwas, das viele von ihnen unterschätzt haben?

Mit „Hast du ein Bild von dir?“ feierte „Greta – das junge Grenzlandtheater“ Premiere in der Schulaula des Aachener St. Ursula Gymnasiums. In dem Stück von Till und Nils Beckmann wird etwas derart Alltägliches thematisiert, dass es vielen Schülerinnen schon fast zu nahegeht, angesichts der Tatsache, dass das hier Gesehene ihnen gar nicht so weit weg erscheint, wie sie anfangs glaubten.

Zur Handlung: Lara (Nesrin Adloff) hat nun endlich auch den Zugang zur Welt. Alles ist ab sofort nur einen Mausklick entfernt, dem Internet sei Dank. Ihr bester Freund Tom (Matthias Rödder), der heimlich in Lara verliebt ist, zeigt ihr die neue, aufregende Welt.

Doch schon nach einiger Zeit genügt ihr das bloße Rumsurfen nicht mehr. Sie erfindet sich neu, schlüpft in andere Rollen und lernt schließlich im Chatroom einen „netten Jungen“ kennen und verliebt sich in ihn. Toms anfängliche Eifersucht und seine Wut darüber, dass er seine einzige echte Freundin verliert, entwickelt sich zu einer tiefen Sorge, die ihren traurigen Höhepunkt in einem schrecklichen Verdacht findet.

Und Lara? Während sie sich anfangs noch ziert, mal ganz schnell ein Foto an ihren „neuen Freund Humpert“ zu schicken, sind selbst in diesem Punkt die Hemmungen dank seines Charmes schnell weg. „Ist doch schließlich anonym. Weiß doch keiner, dass wir das waren.“

Was Lara dann durchlebt, ist der blanke Horror. Die Kontaktbörse unterschätzt die erst Zwölfjährige total. Nicht nur virtuell gerät ihr bis dahin normales Leben aus den Fugen – vor allem in der Realität schwebt sie schon bald in größter Gefahr.

„Hast du ein Bild von dir?“ in der Regie von Anja Junski zeigt offen und schonungslos die Gefahren des Chattens im Internet auf und sensibilisiert die jungen User, die oftmals leider viel zu naiv und leichtgläubig in den Weiten des Netzes herumsurfen.

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