Jowan van Barneveld feiert die Farbe Schwarz

Von: Christoph Hahn
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Wechselspiel von Licht und Dun
Wechselspiel von Licht und Dunkel: Der Limburger Maler Jowan van Barneveld (32) stellt im Raum für Kunst Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Vermutlichungen”: Der Titel sagt alles und auch nichts. Wer aber die neue Ausstellung im Raum für Kunst in der Aachener Elisengalerie gesehen hat, der merkt, dass der Begriff durchaus schlüssig ist. Dort präsentiert der niederländische Maler Jowan van Barneveld (32) aus Sittard seine Werke.

Der Absolvent der Maastrichter Akademie für Bildende Kunst betreibt sein Metier mit einer Strategie, die ihm normalerweise hundertprozentig das Geschäft verderben würde: Statt einen Gegenstand, eine Szene oder dergleichen deutlich ins Bild zu setzen, lässt er sich das Sujet ins Vage verflüchtigen.

Van Barneveld verschleiert nicht nur die Büchern und Zeitschriften entnommenen und dann mit Hilfe eines Projektors auf die Leinwand gebrachten Aufnahmen, er tut dies auch noch mit der undurchdringlichsten aller Farben, mit Schwarz. Im Gespräch erklärt der Limburger, warum er so verfährt: „Das ist keine Entscheidung für Schwarz, sondern gegen alle andere Farben.”

„Autistische Bilder”

Vieldeutig äußert sich van Barneveld zu seiner Vorliebe für die trotz aller Acryl-Überlagerungen ausgeprägte Wiedererkennbarkeit seiner Kunst: „Ich finde es schwer, nicht figurative Bilder zu malen”, erklärt er, spricht aber auch von „autistischen Bildern”, bei denen er „den Betrachter keineswegs im Blick” habe.

Der Eindruck, den die wiederum von Raum für Kunst-Leiterin Sabine Büscher zusammen mit dem Künstler kuratierte Ausstellung beim Betrachter erweckt, ist zuerst der der Monumentalität - eine Wirkung, die sich vor allem in der großen Feierlichkeit des Schwarz, aus dem sich die Interieurs, Bauwerke und anderen Bildelemte in einem silbrigen Grau herausschälen, begründet. Dass der Raum in der Elisen-Galerie eine breite Fensterfront aufweist, kommt dem noch zu Gute - zumal sich das elementare Wechselspiel von Licht und Dunkel so optimal entfalten kann.

Die Ausstellung wird am Freitag um 19 Uhr im „Raum für Kunst” eröffnet und ist dort bis 23. März dienstags sowie donnerstags bis samstags von 12 bis 17 Uhr zu sehen.
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