Joos van Cleve hat 25.000 Besucher angelockt

Von: eho
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Aachen. Nach „Hyper Real” im Aachener Ludwig Forum vor einer Woche ist am Sonntag nun auch die zweite Ausstellung des „Parallelwelten”-Projekts zu Ende gegangen: die Schau „Joos van Cleve” im Suermondt-Ludwig-Museum.

Ein voller Erfolg: Die erwartete Besucherzahl von 25.000 ist exakt erreicht worden. Die größten Renaissance-Fans fanden sich dabei aus den Niederlanden ein, wie Museumsdirektor Peter van den Brink erzählte. „Sehr viele Besucher kamen auch aus den USA, Frankreich, Italien und der Schweiz.” Besonders bezahlt gemacht hat sich seiner Ansicht die intensive Pressearbeit. „Ausführliche Berichte gab es in allen großen europäischen Zeitungen und Magazinen.”

Die Publikumsresonanz, hat van den Brink in vielen Gesprächen mit seinen Besuchern erfahren, war geradezu euphorisch. Von besonderem Vorteil war offensichtlich, dass in London und Leyden fast gleichzeitig Renaissance-Künstler präsentiert wurden - da lag der Aachen-Abstecher für viele Kenner offensichtlich nahe.

Jetzt heißt es für das Suermondt-Ludwig-Museum bereits wieder, den Blick nach vorne zu richten. Der Knüller 2012 soll Cornelis Bega (1620-1664) werden, Schüler von Adriaen van Ostede in Haarlem - und ein Hallodri. Bega wurde von seinem Vater wegen seines unsoliden Lebenswandels verstoßen.

Wo sich der junge Cornelis übermäßig oft herumgetrieben hat, davon zeugen offensichtlich seine Bilder: Er malte bevorzugt dralle Szenen in Bauernkneipen. „Aber auf eine sehr feine, edle Art”, versichert Peter van den Brink. Er wollte die Ausstellung gerne mit „Wein, Weib und Gesang” übertiteln, vermutet aber, dass er beim städtischen Marketing-Team damit nicht durchkommt. Dabei wäre doch ganz neues Publikum fast schon garantiert.
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