Internationale Chorbiennale: 68 Chöre sorgen für schöne Klänge

Von: Eckhard Hoog
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Die „Macher“ der 3. Internationalen Chorbiennale Aachen: (von links) Generalintendant Michael Schmitz-Aufterbeck, Theater-Verwaltungschef Udo Rüber, Chorleiter Harald Nickoll (Carmina Mundi), Kulturdezernent Wolfgang Rombey, GMD Kazem Abdullah, Chorleiter Fritz ter Wey (Junger Chor Aachen) und Ansgar Menze, künstlerischer Produktionsleiter der Chorbiennale. Foto: Harald Krömer

Aachen. „Noch eine Woche: Dann wird sich die Stadt in einem einzigen Klangteppich ergehen.“ So umschreibt Aachens Kulturdezernent Wolfgang Rombey seine Erwartungen gegenüber einem musikalischen Großereignis, das nun schon zum dritten Mal Tausende Besucher anziehen wird: die Internationale Chorbiennale (12. bis 23. Juni).

19 Veranstaltungsorte, 30 Einzelkonzerte, drei Großereignisse, 68 teilnehmende Chöre, von denen die am weitesten entfernt beheimateten aus Island und Südamerika kommen – das allein sind die an sich schon beeindruckenden Zahlen hinter den künstlerischen Qualitäten des Festivals.

Man mag kaum Höhepunkte herausstreichen, eigentlich ist jedes einzelne Konzert ein einmaliges Erlebnis, wenn sich unter dem Motto „Kontraste“ die internationale Chorkultur und die heimische Szene jeweils an einem Abend begegnen: etwa wenn die Grupo de Canto Coral Buenos Aires und der Junge Chor Aachen gemeinsam ein Konzert bestreiten (18. Juni, 20 Uhr, Aula Carolina) oder das Ensemble Sirenot aus Tel Aviv und der Madrigalchor Aachen einen Bogen schlagen „Vom Okzident zum Orient“ (20. Juni, 20 Uhr, Citykirche St. Nikolaus).

Herausragend, was die Erlebnismöglichkeiten angeht, wird sicher die „Lange Chornacht“ am Samstag, 22. Juni, von 18 bis 24 Uhr sein: Dann werden über 2000 Chorsänger ihre Stimmen an den verschiedensten Orten in der Aachener Innenstadt erklingen lassen. Und der so getaufte „Klangtag“ am Samstag, 15. Juni, dürfte manchem Teilnehmer ab 17 Uhr eine Gänsehaut bescheren: wenn auf dem Katschhof der Gefangenenchor aus Beethovens „Fidelio“ anhebt. Damit an dem Abend alle Dämme der Emotionen brechen, gibt es allerdings noch etwas zu tun: Produktionsleiter Ansgar Menze sucht dringend die Verstärkung von Männern, die immer schon wussten, dass sie eine Berufung zum Tenor oder Bass in der Kehle tragen.

Sie sind eingeladen, zur Chorprobe einzelner Sänger der Aachener Chöre am Samstag, 8. Juni, von 16.30 bis 18.30 Uhr auf der Probebühne 2 des Aachener Theaters, Hubertusstraße 2-8, hinzuzustoßen. Man kann sich anmelden unter orchesterbuero@mail.aachen.de; wen aber der Sangesdrang spontan überkommt, der ist auch willkommen!

Ansonsten ist das sängerisch beseelte Publikum insgesamt eingeladen, den „Klangtag“ auf dem Katschhof mitzugestalten: Jedermann kann mitsingen. Ab 15 Uhr wird gemeinsam geprobt, zwei Stunden später wird dann „in echt“ gesungen, was die Stimme hergibt. „Sing along“ heißt das Ganze. Und es dirigiert kein Geringerer als Aachens Generalmusikdirektor Kazem Abdullah. Es spielt das Aachener Studentenorchester – mit 90 Musikern in Mammutbesetzung. Da wackeln am Ende die Wände von Rathaus und Dom, der das aber aushalten muss, weil am nächsten Tag (16. Juni, 10 Uhr) hier der Mädchenchor am Aachener Dom sein Können beweisen will.

Hamrahliokorinn – so heißt die schillernde Chorfarbe aus Island, die der Chorbiennale diesmal einen ganz besonderen Stempel aufdrücken soll – ein überaus brillanter Jugendchor, der bei Konzertreisen auf der ganzen Welt gefeiert wurde. Der Bariton Hrólfur Saemundsson, seit 2009 Ensemblemitglied des Theaters Aachen, war einst selbst Mitglied dieses Chors, er hatte den Kontakt hergestellt. Saemundsson ist übrigens ab diesem Sonntag (Premiere 18 Uhr) in der Titelrolle des „Barbier von Sevilla“ zu erleben. Hamrahliokorinn und der Aachener Kammerchor gestalten das Eröffnungskonzert (12. Juni, 20 Uhr, St. Dimi-trios, Jesuitenstraße).

In der nächsten Woche erscheint die offizielle gedruckte Programmbroschüre, erhältlich ist sie an der Kasse des Theaters Aachen.

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