„inMotion”: Atemberaubend und fantastisch

Von: Sabine Rother
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Die zweimalige Aufführung des Tanztheaters „inMotion” war für sie jetzt der Höhepunkt der harten Vorbereitungsarbeit: Kinder aus dem Aachener Osten. Foto: Carl Brunn

Aachen. Sie heißen Abdullah und Larissa, Ömer und Vanessa, Elias und Kristina, sie sind im Grundschulalter oder auch etwas älter und haben eine atemberaubende Erfahrung gemacht, als sie „inMotion”, also in Bewegung, gerieten.

Tanz, Musik, Theater, das Ringen um eine „runde” Inszenierung, unendliche Arbeit hinter den Kulissen: Was in harten Monaten - gefördert von Stadt, Theater, Kulturstiftung der Länder, Sozialwerk Aachener Christen und manchen mehr -, gebündelt vom Stadtteilbüro-Ost, mit Mädchen und Jungen von sechs Schulen aus dem Raum Aachen-Ost entwickelt wurde, erlebte jetzt bei zwei Aufführungen im Theater Aachen einen strahlenden Höhepunkt: In der Choreographie von Volker Eisenach, unterstützt von Daniela Heissl, wurde Nikolai Rimski-Korsakows opus 35 „Schéhérazade” zur Grundlage einer Aufführung, die ihren Untertitel „classic dance and work” zu Recht trägt.

Eine enorme Anzahl Beteiligter hat das gesamte Tanztheater-Unternehmen geprägt, das durch Video-, Marketing- und Service-Workshops von Jugendlichen weiterführender Schulen ergänzt wurde. Ein kleiner selbstgedrehter Film lieferte dem gespannten Publikum nach einer herzlichen Einführung durch Kulturdezernent Wolfgang Rombey Einblick in die praktische Arbeit an der Choreographie, aber auch beim fantasievollen Kulissenmalen, dem mühevollen Einfärben der Kostüme und beim Gestalten des PR-Materials.

Und endlich, endlich: Es wird dunkel, Andreas Hotz, Teilnehmer am Dirigenten-Meisterkurs von Generalmusikdirektor Marcus R. Bosch, hebt den Taktstock, und Rimski-Korsakows feingewebtes Musikstück mit seinem zarten orientalischen Aroma, das von kraftvollen Takten strukturiert wird, erklingt.

Das Sinfonieorchester Aachen wird zum soliden Partner der jungen Tänzerinnen und Tänzer. Die vielen kleinen „Hügel” der Wüstenlandschaft, die sich im archaischen Hintergrundsgemälde spiegelt, erwachen. Ein Meer von Armen streckt sich der aufgehenden Sonne entgegen, die Natur lebt auf. Geschickt führt Choreograph Eisenach mit gut gesteuerten Elementen des Jazz und Modern Dance die jungen Akteure durch eine Handlung, in der es um die Mühen des Wüstenlebens, um die Paläste der Reichen, die Arbeit der Armen, die Schönheit und Gefahren der Natur geht.

Ein gelungenes Projekt, das mit donnerndem Applaus belohnt wurde. Bleibt zu wünschen, dass die erwachten Talente auch weiterhin gefördert werden. Die zweite Aufführung betreute Aurelien Bello als Dirigent, gleichfalls ein Meisterschüler Boschs.
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