Hohes C und Pusztaklänge: Guido Dieteren im Eurogress

Von: Grit Schorn
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Eingespieltes Par: Guido Diete
Eingespieltes Par: Guido Dieteren mit Ehefrau Wendy Kokkelkoren im Aachener Eurogress. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Für Guido Dieteren ging ein Traum in Erfüllung: Zum ersten Mal stellte der 37-jährige Niederländer am Wochenende sich und sein Orchester in Deutschland vor, und das überdies in Aachen, der Stadt, in der seine Urgroßeltern aufwuchsen.

Im glänzend-violetten Anzug und begleitet von farbigen Lichtspielen, präsentierte der aus Limburg stammende Dieteren das 30-köpfige Orchester und natürlich seine schwangere Frau, die Sopranistin Wendy Kokkelkoren.

Das zunächst zurückhaltende Publikum erfreute sich zunehmend an dem überwältigenden Klangteppich. Das Motto lautete „Klassik trifft Pop”, das Programm punktet mit Weber, Grieg oder Puccini genau wie mit Hits wie„You Raise Me Up” oder „I Will Survive”.

„Teufelsgeiger” Dieteren, der auch dirigiert und komponiert, stellte einzelne Orchestermitglieder vor, die ihr beträchtliches Können unter Beweis stellen. Und mit viel Gefühl und großem Stimmvolumen trug Wendy Kokkelkoren die berühmte Tenor(!)-Arie „Nessun dorma” aus Puccinis „Turandot” vor.

Heißblütige Pusztaklänge und ein Ständchen für die Sponsoren gefielen ebenso wie das „Duell” von Dieteren mit einem Geiger aus dem Orchester. Dort herrschte beste Stimmung, man ist halt eine große Familie. Dass der Chef bei Rieu „gelernt” hat, ist offensichtlich - und wurde vom Publikum positiv aufgenommen.

Wunderbar als spaßige Einlage Rimski-Korsakows „Hummelflug” auf einer virtuos-wirbligen Klarinette, rekordverdächtig Wendy mit ihrem hohen C, das sie siebenmal hintereinander erreichte - was von Ehemann Guido stolz begleitet wurde. Später gab es kein Halten mehr im begeisterten Publikum: Es wurde geklatscht, gesungen und getanzt. Versteht sich fast von selbst, dass die enthusiastischen Forderungen nach Zugabe Gehör fanden.
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