Helen Schneider: Ihre Stimme flammt und leuchtet

Von: Christoph Hahn
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Wirkt immer noch jung und fris
Wirkt immer noch jung und frisch: Helen Schneider bei der Monschau Klassik. Foto: Christoph Hahn

Monschau. Seit dem Jahr 2000 - seitdem gibt es die Monschau Klassik in ihrer heutigen Form - hat es selten so einen Moment gegeben: eine charismatische Künstlerin auf der Bühne und viele Menschen, die im Trakt der Musik mitswingen - das hat schon Sternstunden-Charakter.

So geschehen beim Auftritt der Sängerin Helen Schneider, ihrer drei Mitstreiter vom Trio MJobi und dem aktuellen Programm „Juke Box Blues”. Unter tätiger Mithilfe von Jo Ambros (Gitarre), Obi Jenne (Schlagzeug) und Mini Schulz (Bass) riss die in Essen lebende New Yorkerin ihr Publikum mit. D

as ist ebenso der persönlichen Ausstrahlung der früheren Duo-Partnerin von Udo Lindenberg geschuldet wie ihrem virtuosen Geschick im Umgang mit Klängen und Tönen.

Das Programm, mit dem Schneider & Co. schon seit dem Frühjahr unterwegs sind, bringt einen breit aufgestellten Mix. „Rock n Roll Gypsy”, ein von 1981 datierender Hit aus der Zeit kurz nach der Übersiedelung aus den Vereinigten Staaten, kommt relativ spät im Programm.

Vorher noch schlagen Lieder von June Carter Cash, Ehefrau von Country-Legende Johnny Cash, das Publikum in den Bann. Da hat der prominente Gast sein Publikum schon längst in der Hand, Denn obwohl sie inzwischen 61 Jahre alt ist, wirkt und singt Helen Schneider noch immer jung. Ihre Stimme flammt und leuchtet - nicht zuletzt bei Leonard Cohens altem Song „Like A Bird On A Wire”.

Zur Zugkraft dieses rund zweistündigen Auftritts trägt auch die Art bei, mit der der Star und die Seinen eigene und fremde Lieder angehen. Da ist nicht nur der fein gewebte Sound, mit der die drei In-strumentalisten die Stimme der Sängerin umgeben.

Bei alle rhythmischen und sonstigen Freiheiten, die sich die Ausführenden herausnehmen, wird Helen Schneiders Verwurzelung im Jazz spürbar. Mit den Rhythmen gehen die Solistin und ihr Trio nachgerade spielerisch frei um.
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