H. H. Zimmermann: Geometrie als Quelle der Fantasie

Von: eho
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„Das perfekte Quadrat“: So heißt diese Grafik von H. H. Zimmermann, dessen Werke Maria Engels in der Sammlung Kunst aus NRW in Kornelimünster bis zum 15. Dezember vorstellt. Foto: Michael Jaspers

Kornelimünster. Bilder, die nichts als sich selbst darstellen wollen und dennoch die Vorstellungskraft des Betrachters zu Ausflügen in ferne geistige Regionen reizen – dieser Spagat gelingt Künstlern wie H. H. Zimmermann mit nichts anderem als geometrisch strengen Gebilden.

Die Sammlung Kunst aus Nordrhein-Westfalen in der alten Reichsabtei Kornelimünster stellt diesen in Kalkar geborenen Vertreter der sogenannten „Konkreten Kunst“ in ihrer letzten Ausstellung des Jahres vor.

Anlass ist ein doppelter: Zimmermann, der mit Kunstankäufen des Landes NRW bereits früh gefördert wurde, schenkt der Landeseinrichtung fünf Bilder, und er stellt bei der Ausstellungseröffnung am Samstag, 9. November, 16 Uhr, ein Buch über sich vor: „Notizen aus dem Atelier – Arbeitsbuch 1982-2012“.

Ihre beste Zeit hat die Konkrete Kunst lange hinter sich – der Niederländer Theo van Doesburg prägte den Begriff 1924 für eine Kunstrichtung, die auf mathematisch-geometrischen Grundlagen beruht. Indessen: Bis heute hin finden sich immer wieder Künstler, die rein geometrischen Konstruktionen ungeahnt reizvolle neue Nuancen abgewinnen. H. H. Zimmermanns Spezialität sind zwei-, allenfalls dreifarbige Kompositionen aus zumeist recht- und dreieckigen Flächen von spartanischer Klarheit, die je nach Perspektive einen räumlichen Eindruck in sich bergen.

Die Leiterin der Kunst aus NRW, Maria Engels, geht im Übrigen am 16. Juli 2014 in Ruhestand. Man darf gespannt sein, welche (Nachfolge-) Lösung das zuständige NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport als Träger der Einrichtung bis dahin findet.

(Dauer der Ausstellung: bis 15. Dezember; Eröffnung: Samstag, 9. Dezember, 16 Uhr; geöffnet Sa. 15-18, So. 12-18, Di./Mi. 10-13 u. 15-17 Uhr.)

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