Köln - Großes Geheimnis um neuen Roman des Kölner Autors Frank Schätzing

Großes Geheimnis um neuen Roman des Kölner Autors Frank Schätzing

Von: Markus Peters, ddp
Letzte Aktualisierung:
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Rätselraten um den neuen Roman: Frank Schätzing gibt sich bislang betont einsilbig. Foto: ddp

Köln. Ebenso freundlich wie einsilbig reagiert die Sprecherin des Kölner Verlages Kiepenheuer & Witsch, wenn sie in diesen Tagen auf das neue Werk ihres Bestseller-Autors Frank Schätzing angesprochen wird. Ja, fünf Jahre nach dem Welterfolg „Der Schwarm” wird im Herbst ein neuer Roman des Kölner Schriftstellers veröffentlicht, heißt es.

Das Werk wird im Jahr 2025 spielen und es wird um die Erschließung neuer Energiequellen auf dem Mond gehen. Das ist aber fast schon alles, was derzeit aus dem Verlagssitz am Kölner Hauptbahnhof zu erfahren ist.

Details wie der Titel, der Buchumschlag oder die Grundzüge der Handlung sollen erst in der ersten Augustwoche bekanntgegeben werden; lange, nachdem die üblichen Herbst-Vorschauen an die Buchhändler und Rezensenten gegangen sind. In den Handel soll der neue Roman dann am 5. Oktober kommen. Derzeit würden Autor und Lektorat noch letzte Hand an den umfangreichen Text legen.

Autoren wie Günter Grass und Martin Walser verzichten in diesem Jahr auf Neuerscheinungen zur Buchmesse, damit dürfte „der neue Schätzing” ein Top-Ereignis des Bücherherbstes werden.

Als langjähriger Geschäftsführer einer Werbeagentur weiß Frank Schätzing genau, wie verkaufsfördernd wohldosierte Geheimniskrämerei sein kann - zumal sein Verlag mit dem Schweigegelübde in guter Gesellschaft ist.

Auch Bestseller-Autor Dan Brown („Illuminati”, „Sakrileg”) hat über seinen neuen Roman „Das verlorene Symbol” striktes Stillschweigen verfügt. Nach Angaben seines Verlages dürfen nur sechs Menschen in den USA den Text vor der Veröffentlichung am 15. September lesen.

Schätzings Öko-Thriller „Der Schwarm” gilt mit über drei Millionen verkauften Exemplaren als einer der größten deutschen Bucherfolge der vergangenen Jahre. Das über 1000 Seiten umfassende Werk wurde in 18 Ländern veröffentlicht.

Die Filmrechte haben sich Hollywoodstar Uma Thurman („Kill Bill”) und das Kölner Produzentenpaar Ica und Michael Souvignier gesichert, derzeit wird in Hollywood die Verfilmung vorbereitet.

Vor dem „Schwarm” hatte sich der heute 52-jährige Schätzing einen Ruf als Autor handfester Regionalkrimis gemacht. Mit dem akribisch recherchierten Roman um ebenso aggressive wie intelligente maritime Lebensformen gelang ihm 2004 der große Wurf. Unter anderen schilderte er detailliert die Vorboten und den Verlauf einer Tsunami-Katastrophe.

Nachdem es zum Jahreswechsel 2004/2005 im Indischen Ozean tatsächlich zu einem verheerenden Seebeben kam, behaupteten einige deutsche Touristen, durch die Schilderungen im Roman gewarnt gewesen zu sein.

Deshalb hätten sie sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Das habe ihn sehr berührt, gestand Schätzing. Ansonsten sieht sich der Autor mehr als solider Handwerker: „Das Spannendste ist, die Idee zu haben. Man recherchiert, führt Gespräche mit interessanten Leuten, strickt das Grobkonzept, die Einfälle kommen nur so angeflogen - das ist wie eine frische Liebe”, berichtete er in einem Interview: „Das Schreiben selbst ist meist ein langer, zäher Prozess. Da muss man durch”.

Ein guter Schriftsteller tue nichts anderes als ein professioneller Klempner, beteuert er.

Allerdings werden Klempner eher selten so wie Schätzing als Popstars der Literaturszene inszeniert. Inzwischen hat er sich als Fernsehmoderator und Gelegenheitsschauspieler versucht, auch wurden zwei seiner früheren Romane von RTL verfilmt.

Entsprechend hoch sind die Erwartungen an Schätzings neues Werk. Branchenkreise berichten von einer Startauflage von über 400.000 Stück. Die Vorbestellungen aus dem Handel sollen schon jetzt die höchsten der Verlagsgeschichte sein.
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