Aachen - Großer Gospel-Abend mit Queen Esther Marrow

Großer Gospel-Abend mit Queen Esther Marrow

Von: Grit Schorn
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Intensive Bühnenshow im Eurogress Aachen: Queen Esther Marrow und The Harlem Gospel Singers rissen alle mit. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Queen Esther Marrows Stimmgewalt steht der ihres Vorbilds Mahalia Jackson in nichts nach. Die begnadete Sängerin, die im ländlichen Virginia aufwuchs, heißt wirklich „Königin Esther“, denn der Name „Queen Esther“ wurde ihr von ihren Eltern in die Wiege gelegt.

50 Jahre auf der Bühne

Entdeckt wurde ihr erstaunliches Talent vom legendären Duke Ellington. Nach großen Bühnenerfolgen gemeinsam mit Harry Belafonte, Ella Fitzgerald, Ray Charles oder Bob Dylan erlebte sie die Erfüllung ihres Traums: ihr Musical „Truly Blessed“, das Mahalia Jackson gewidmet war, wurde sogar am Broadway gefeiert, natürlich mit Queen Esther Marrow in der Hauptrolle. Inzwischen kann die Künstlerin auf 50 Bühnenjahre zurückblicken.

1992 gründete sie gemeinsam mit anderen Musikern The Harlem Gospel Singers, um die Liebe zum Gospel („Evangelium“) zu vertiefen und diese spirituelle Musik, die von den einstigen Sklaven Amerikas herrührt, in die ganze Welt zu tragen. Natürlich lebt das abwechslungsreiche Programm auch von perfekt inszenierten Showeffekten, glamourösen Lichtspielen ebenso wie von der Leistung der ausgezeichneten Musiker und Sänger. Die 72-jährige „Queen“ begeisterte in Aachen immer wieder mit ihrer grandiosen Stimme.

„The Power of Love“, die Macht der Liebe ergriff auch das Publikum, das immer lebhafter mitschwang. Als munterer Ehrengast wandte sich Ron Williams, in Deutschland noch in guter Erinnerung als Kabarettist und Moderator, direkt ans Publikum und sang auch kraftvoll mit.

Die spirituellen Gesänge haben den Jazz beeinflusst, aber ebenso hat der Jazz die Gospelsinger inspiriert. Sehr berührend: Video-Einblendungen mit einer jüngeren Queen Esther Marrow, die von ihrer tapferen Großmutter berichtet, oder jene, die Rassentrennung und Unrecht nicht länger hinnehmen wollten, darunter auch Martin Luther King, der polnische Papst Johannes Paul II. oder Barack Obama und Nelson Mandela.

Am Ende hält es viele Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen: sie eilen nach vorne. Ein rührendes kollektives Händereichen setzt ein und „Oh Happy Day“ beschließt den wunderbar emotionalen Abend.

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