Grenzlandtheater verlängert Verträge von Brandt und Junski-Setzer

Von: eho
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„Die Kontinuität bleibt gewahrt“: Städteregionsrat Helmut Etschenberg (links) gibt im Aachener Grenzlandtheater die Verlängerung der Verträge von Intendant Uwe Brandt und seiner Stellvertretern Anja Junski-Setzer bekannt. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die Quote stimmt, die Kasse klingelt, in künstlerischer Hinsicht gibt es auch nichts zu meckern – keine Frage: Die Verträge von Uwe Brandt, dem Intendanten des Aachener Grenzlandtheaters, und Dramaturgin Anja Junski-Setzer sind vorzeitig um weitere fünf Jahre bis zum 31. Juli 2021 verlängert worden.

Alles andere wäre auch eine Überraschung gewesen. Städteregionsrat Helmut Etschenberg als Vorsitzender des Beirats lobte am Freitag bei der Bekanntgabe ausdrücklich die Weiterentwicklung des Hauses unter der erfolgreichen Leitung des Duos. Die Anerkennung für die Dramaturgin schlägt sich nun auch in ihrem Aufstieg zur stellvertretenden Intendantin nieder.

Rund 95 Prozent Auslastung bei 82.283 Besuchern in 388 Vorstellungen und einem unfassbar geringen Zuschuss pro Besucher von sagenhaften 3,23 Euro im Geschäftsjahr 2014 sind indessen für Uwe Brandt keineswegs ein Grund, jetzt die Beine hochzulegen – im Gegenteil. An der Imagewerbung soll genauso kontinuierlich weitergearbeitet werden wie an der Gewinnung neuer Zuschauer jeden Alters; und in künstlerischer Hinsicht sieht er Qualität ohnehin als die oberste Maxime.

Dabei schätzt sich der Intendant erklärtermaßen glücklich über eine „außergewöhnliche Rückendeckung durch die Politik, wie sie nicht selbstverständlich ist“. Etschenberg betonte bei der Gelegenheit noch einmal die bundesweite Einmaligkeit des Grenzlandtheaters – keine andere öffentliche Bühne in Deutschland wird von einem Kreis getragen.

Rückendeckung erfuhr Brandt durch Etschenberg auch für künstlerische Ausflüge in experimentelle Hemisphären und damit verbundene Risiken einer womöglich etwas geringeren Wertschätzung durch das Publikum: „Wir wollen nicht eine Showbühne sein, wo es nur gut Wetter gibt!“ Denn: „Das Grenzlandtheater hat auch eine gesellschaftspolitische Aufgabe.“

Ab dem laufenden Geschäftsjahr darf das Duo Brandt/Junski denn auch mit einem insgesamt um 100.000 Euro erhöhten Budget kalkulieren.

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