Geldanleger „flüchten” in künstlerische Sachwerte

Von: dpa
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Maastricht. Regen Verkauf meldet die Europäische Kunstmesse Tefaf in Maastricht zu ihrer Halbzeit. Eine „Winterlandschaft mit Windmühle” des niederländischen Barockmeisters Jacob van Ruisdael sei für 3,5 Millionen Euro an einen Sammler von der US-Ostküste gegangen, sagte eine Sprecherin der Kunstmesse am Donnerstag.

Bereits zu Messebeginn am Wochenende hatte ein europäi-scher Sammler das „Porträt eines jungen Mannes” (um 1610) von Peter Paul Rubens für knapp unter fünf Millionen Euro erworben. Kunsthändler hatten auf der Tefaf, die zu den weltweit bedeutendsten Kunstmessen zählt, von einer „Flucht in die Sachwerte” angesichts der globalen Finanzkrise gesprochen.

Ebenfalls ein Amerikaner erwarb in Maastricht für 160.000 Euro ein Männerporträt von David Teniers; zu 200.000 Euro wechselte eine Waldlandschaft des niederländischen Romantikers Barend Cornelis Koekkoek den Besitzer. In der Moderne fand ein Frauenporträt Kees van Dongens für 275.000 Euro einen Liebhaber. Vertreter von über 150 Museen aus rund zwei Dutzend Ländern sind bisher auf der Kunstmesse in Maastricht gesehen worden.

Dabei reicht die Liste der musealen Prominenz vom Kunsthistorischen Museum Wien über das Rijksmuseum Amsterdam bis zur Berliner Nationalgalerie, dem Puschkin-Museum in Moskau und dem New Yorker Metropolitan Museum. Die Tefaf ist noch bis zum kommenden Sonntag auf dem Messegelände von Maastricht geöffnet. Insgesamt werden etwa 70.000 Besucher erwartet.

Der Eintritt ist mit 55 Euro sehr hoch.

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